Der Pfarrgemeinderat: Synodales Gremium der Veränderung
Gerade ist das Schlussdokument des synodalen Prozesses 2021 bis 2024 erschienen. Darin schreibt der damalige Papst Franziskus: „Der Weg der Synodalität ist das, was Gott sich von der Kirche des dritten Jahrtausends erwartet“. Er schreibt, dass dieser ‚gemeinsame Weg‘ nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten umgesetzt und gelebt werden soll.
Logischerweise befasst sich das Dokument deshalb in den Absätzen 79 bis 108 mit den Möglichkeiten und Pflichten zur Teilhabe an Entscheidungsprozessen und Mitwirkungsgremien. Im Absatz 103 heißt es dazu: „Partizipative Gremien stellen einen der vielversprechendsten Bereiche dar, in denen für eine rasche Umsetzung der synodalen Leitlinien gehandelt werden kann, um in kurzer Zeit spürbare Veränderungen herbeizuführen.“ Der Pfarrgemeinderat ist eine Möglichkeit, sich institutionell verankert an Entscheidungs- Rechenschafts- und Evaluierungsprozessen zu beteiligen.
Mein Weg in den Pfarrgemeinderat, und vermutlich der Weg vieler anderer auch, war kein so fundierter. Ich war pfarrlich engagiert und wurde gefragt, das wars. Aber so, wie es etwas mit dem Gremium macht, wenn sich neue Menschen engagieren, so macht dieses Engagement auch etwas mit den Menschen, die dazu ja sagen. Ich habe im PGR den Bereich der Liturgie übernommen, und bin in dieser Aufgabe in den letzten fünf Jahren auf verschiedene Weise gewachsen. Ich bin aber auch an meine Grenzen gestoßen und habe gesehen, dass Veränderung nicht immer ein Wert ist, der im Gremium des Pfarrgemeinderates von allen geteilt wird. Auch hier bin ich mit meiner Erfahrung sicher nicht alleine.
Warum ich trotzdem überlege, 2027 wieder anzutreten? Weil Kirche in ihrem Streben nach Synodalität unterschiedliche Menschen und Begabungen braucht. Im Abschlussdokument heißt es dazu in Absatz 34: „Kennzeichen einer synodalen Kirche ist, dass sie Raum für blühende zwischenmenschliche Beziehungen bietet […].“
Zu diesem Raum möchte ich beitragen, nicht nur durch Worte, sondern durch Taten.