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Theologische Engführung

Vor einigen Tagen besuchte ich eine Veranstaltung, die „Trump und die Gotteskrieger“ zum Inhalt haben sollte. Es ging darum, dass sich viele Vertreterinnen und Vertreter der amerikanischen Regierung mit ihrer menschenverachtenden Politik auf die Religion und dabei vor allem auf den Katholizismus berufen.

 

Geladen zu dem Gespräch war der katholische Theologe Wolfgang Palaver, der wegen seiner Verbindung zum Milliardär Peter Thiel derzeit als Auskunftsgeber sehr gefragt ist und die Theologin Linda Kreuzer, die für eine Theologie mit Bodenhaftung steht.

 

Leider war es dann nur Linda Kreuzer, die das Zusammenspiel zwischen evangelikalen und katholisch reaktionären Christen mit jenen libertären Oligarchen, die glauben, die Weltherrschaft stünde ihnen zu, aufzeigte.

 

Sie zog die Verbindungslinie zwischen dem jegliche Empathie ablehnenden männlichen Führungspersonal, zu den in ihrer häuslichen Aufopferung für den starken Mann aufgehenden „Tradwives“, die als Influencerinnen die sozialen Medien fluten.

 

Dieses durch und durch faschistische Konzept findet leider in traditionalistisch kirchlichen Kreisen einen nie ausgetrockneten Nährboden. Die verbindungslose Trennung der Lebenswelten zwischen Frauen und Männern braucht es zur Durchsetzung des Rechts der Stärkeren. Männer gestalten rücksichtslos die Außenwelt und Frauen ziehen sich auf den häuslichen Bereich zurück, sie sind zuständig für die Sorgearbeit und die Betreuung der erfolgreichen Kämpfer an der Front des Kapitalismus. Ohne diese abspaltende Arbeitsteilung würde der Turbokapitalismus im Chaos enden.

 

Ganz anders näherte sich Wolfgang Palaver diesem Thema. Er vertritt die Meinung, dass man sich dem Dialog mit den sogenannten Tech Bros, also Menschen wie Peter Thiel nicht verschließen darf und sieht es als eine „Engführung der Theologie“ sich nicht mit dessen Ideen auseinanderzusetzen.

 

Mir stellt sich da die Frage: Sind Menschen, deren Ziel es ist, die eigenen Interessen rücksichtslos durchzusetzen und die nur in Macht- und Einflusssphären denken können, überhaupt dialogwillig? Oder bietet man ihnen, indem man sich mit ihnen einlässt, nur eine Bühne, damit sie ihre abstrusen Ideen verbreiten können? Wolfgang Palaver bezeichnet Peter Thiel als Christ und da frage ich mich schon, wie er dazu kommt.

 

Genügt es, sich zu einer Religion zu bekennen und sich mit deren biblischen Randerscheinungen, wie dem Antichristen und dem Katechon zu beschäftigen, um Christ zu sein? Für mich ist das Liebesangebot und die Parteinahme für die Schwachen in der Gesellschaft die zentrale Botschaft des Neuen Testaments.

 

Diesem Streben nach dem Reich Gottes, dem „Guten Leben für Alle“ auch im Hier und Jetzt, steht allerdings das dualistische Weltbild der Apokalypse und anderer Bibelstellen gegenüber. Denn die Bibel ist eben ein Buch, das die Menschheitserfahrungen mit dem Göttlichen wiedergibt und es zeigt sich, dass in Krisenzeiten das apokalyptische Weltbild verstärkt hervortritt.

 

Würden wir versuchen, alles was in der Bibel steht, miteinander zu vereinbaren, wir müssten kläglich scheitern. Wir können dieses Buch entweder wörtlich nehmen, oder wir nehmen es ernst, indem wir daraus, als eingebettet in den jeweiligen historischen Zusammenhängen, das Ewiggültige herauszulesen versuchen.

 

Wenn Wolfgang Palaver allerdings die Philosophie René Girards und dessen Theorie des „mimetischen Begehrens“, also die Idee, dass wir Menschen immer nach dem streben, was andere besitzen, als zentralen Menschheitsantrieb sieht und daraus eine Opfer- und Sündenbock-Theologie entwickelt, will ich ihm in keiner Weise folgen. Wenn es diese theologische Sicht ist, die ihn mit Peter Thiel verbindet, würde ich an seiner Stelle eher das Gedankengerüst eines René Girard hinterfragen.

 

Als der Moderator der Diskussionsrunde Wolfgang Palaver fragte, wie Peter Thiel die Unvereinbarkeit von Demokratie und Freiheit begründet, gestand dieser, mit ihm darüber noch nie gesprochen zu haben. Er führt also einen theologischen Dialog mit Peter Thiel, ohne dessen grundsätzliche Ablehnung des mittels Christentum erreichten zivilisatorischen Stands unserer Gesellschaft dabei zur Sprache zu bringen.  

 

Ich sehe in der sich darin offenbarenden wirklichkeitsfremden Konzentration auf theologische Gedankenspielereien eine „Engführung der Theologie“, und nicht bei jenen, die den kruden und menschenverachtenden Ergüssen eines Peter Thiel keine gemeinsame Bühne bieten wollen.  

 

Der Kommentar ist die persönliche Meinung der Autorin/des Autors und muss nicht mit der Meinung der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien übereinstimmen.

 

Traude Novy
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