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Die kleine Welt

„Dies Österreich ist die kleine Welt, auf der die Große ihre Probe hält“ – das Zitat aus einer Rede von Friedrich Hebbel gehalten im Jahr 1862 fällt mir ein, wenn ich das derzeitige Weltgeschehen betrachte.


Es war im Jahr 2000, als ein neu installierter, gutaussehender junger Finanzminister in Österreich sich daran machte, unsere Republik umzukrempeln – und keiner hat’s bemerkt. Jener Exminister, der derzeit mittels Fußfesseln im schönen Kitzbühel seine doch ziemlich milde geratene Strafe absitzt, hat damals den Versuch gestartet, das in Österreich einzuführen, was jetzt die USA mit zugegebenermaßen mehr Macht- und Dollarfülle ausgestattet, verwirklicht – nämlich das Staatsgefüge in einen Konzern umzuwandeln.

 

Karl-Heinz Grasser propagierte damals unter dem Applaus der Wirtschaftselite dieses Landes das „Unternehmen Österreich“. Nicht mehr ein Gemeinwesen, das für das gute Leben seiner Bürgerinnen und Bürger verantwortlich ist und mit ihnen dieses Land demokratisch gestaltet, sondern ein auf Gewinnoptimierung und unbarmherzigen Konkurrenzkampf ausgerichteter Konzern, sollte dieses Land werden. Sich selbst bezeichnete er als Ich-AG und trug stolz eine Plakette am Revers auf der KHG (Karl-Heinz Grasser) stand. Er wollte damit ein Vorbild für uns alle sein. Weder seine Beamten noch seine Politikerkolleginnen und Kollegen und am allerwenigsten Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer erkannten die Lächerlichkeit und Unbildung, die hinter so einer Attitüde steckte.

 

Einzig unser Frauen-Kirchen-Kabarett - das darf ich mir zugute halten - stellte diese Demonstration des politischen und gesellschaftlichen Offenbarungseids von Anfang an bloß.  Unsere Reichweite war allerdings sehr beschränkt. Dieser Finanzminister ließ sich von der Industriellenvereinigung eine home-page bezahlen, die uns den Werdegang dieses Wunderknaben von Kindesbeinen an nahebringen sollte und er tingelte als Alleinunterhalter mittels Roadshow zur Belebung der Wiener Börse durch die Lande – deren Beinahe-Untergang im Jahr 2008 erlebte er allerdings nur mehr als Ex. 


Diese Zeit hat unser Land und die Gesellschaft tiefgründig verändert. Die verantwortungslose Individualisierung vieler Lebensbereiche hat schon viel früher begonnen, aber ab dem Jahr 2000 wurde es in unserem Land anerkannte gelebte Praxis. Nachfolgende Regierungen waren dazu verdammt, an kleinen Schrauben zu drehen, das große Räderwerk konnten sie kaum mehr beeinflussen, hatte doch weltweit der neoliberale Kapitalismus bis tief hinein in die Zivilgesellschaft die Herrschaft übernommen. 


Es wundert mich deshalb, dass alle so davon erschaudern, was sich derzeit in den USA abspielt. Es ist doch nichts anderes, als der Anspruch, dem Konzern USA die alleinige Weltmacht zu verschaffen. Der CEO dieses Konzerns und seine Hauptaktionäre tun nichts anderes, als sich als ICH-AGs zu bereichern, indem sie die Konkurrenz aufkaufen oder sich gewaltsam einverleiben.

 

Jedes Mittel ist in diesem Kampf erlaubt und die einzige Weltanschauung, die gilt, ist Gewinnoptimierung. Staatsgefüge und deren Grenzen gelten nicht mehr, denn Oligarchen, ob politisch legitimiert oder nur dank ihrer Finanzkraft dazu geworden, haben schon lange die demokratisch gewählten Institutionen, solange es sie noch gab, dazu benutzt, sich von jeglicher Beschränkung zu befreien.  Für Trump, die TechBros, Peter Thiel, Putin und Netanjahu gilt die absolute Freiheit der Starken und sie nehmen sie sich. Was tun?


Wir können nur wieder die kleine Welt ins Spiel bringen. Überall dort, wo wir Einfluss haben, müssen wir miteinander und füreinander ein gutes Leben ermöglichen – mehr haben wir nicht in der Hand. Aber wie die Geschichte lehrt, können wir damit auch zur Probebühne für die große Welt werden. Unterschätzen wir nicht die Macht der Hoffnung wider alle Hoffnung. 

 

Der Kommentar ist die persönliche Meinung der Autorin/des Autors und muss nicht mit der Meinung der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien übereinstimmen.

 

Traude Novy
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