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Hiroshima-Gedenken 2025 – 80 Jahre danach

Weltweite Aufrüstung

 

2005 habe ich in meiner Botschaft zum Hiroshima-Gedenken geschrieben:

„Was aber bedrückt und verzweifelt macht und laut herausgeschrieen werden muss – nicht nur heute sondern immer wieder – ist die bittere Tatsache, dass der Geist, die Haltungen, das politische Verhalten, die zu Hiroshima geführt haben, bis heute nicht nur weiter bestehen sondern sich mit der globalen ökonomischen und politischen Entwicklung der letzten Jahre verstärkt haben.“

 

2015 habe ich diesen Satz zur Erinnerung nochmals zitiert.  Erschreckend ist, dass  er ein weiteres Jahrzehnt später nichts von seiner Aktualität verloren hat.

 

2025 stellt das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) in seinem Jahrbuch fest, dass fast alle über Atomwaffen verfügende Staaten im vergangenen Jahr massiv in die Modernisierung ihres Nukleararsenals investiert haben. Die Stockholmer Friedensforschenden haben die Verteidigungsausgaben weltweit zusammengerechnet und dabei kam ein neuer Rekordwert heraus. 2,718 Billionen US-Dollar (etwa 2,4 Billionen Euro).  Dieses Geld fehlt in  lebensnotwendigen Bereichen wie der Entwicklungshilfe, der Bildungs- und Sozialpolitik.

 

Eine Trendumkehr sei nicht absehbar, heißt es im SIPRI-Bericht. Viele Staaten hätten bereits weitere Erhöhungen ihrer Militärausgaben angekündigt. Der einzige noch bestehende Abrüstungsvertrag New START zwischen Russland und den USA ist seit 2023 ausgesetzt. China rüstet massiv auf und könnte nach Schätzungen des US-Verteidigungsministeriums bis 2030 sein Arsenal auf 1000 Atomsprengköpfe ausbauen.

 

Gefährdete Demokratien

 

Die Bedrohung durch globale Militarisierung wird verstärkt durch einen anderen Trend:  Europa- und weltweit sind rechte und rechtsextreme Parteien auf Erfolgskurs,  ermutigt durch Diktatoren wie Lukaschenko und Putin und durch einen US-Präsidenten, der die US-amerikanische Demokratie step by step zugrunde richtet.

 

Doch nicht nur Diktatoren und Autokraten bedrohen Rechtsstaat, Demokratie und Zivilgesellschaft.  Neue Technologien und veränderte Verhaltensweisen in der gesamten demokratischen Welt trügen zur Erosion der Zivilgesellschaft bei, warnte die polnisch-amerikanische Historikerin und Publizistin Anne Applebaum in ihrer Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele.

 

In den sogenannten sozialen Medien werden Hassreden und Verschwörungstheorien verbreitet, wird Spaltung betrieben. „In dieser Welt übertönen die lautesten, negativsten und schrillsten Stimmen oft die Sprache der Vernunft und Debatte“, sagte Anne Applebaum. Umsomehr sind wir heute gefordert, unsere zivilgesellschaftliche Macht einzusetzen für die Stärkung der Demokratie.  

 

Rechtsextreme Ideologien und Verschwörungstheorien, befeuert von Telegram, X und anderen Nachrichtenkanälen,  treiben die demokratischen Parteien vor sich her, geben Inhalte vor, legen Sprach- und Denkmuster fest. Ultralibertäre Technologieführer und superreiche Milliardäre steuern eine  postliberale und antidemokratische Ordnung an  – eine Elitenherrschaft, basierend auf Geld, Daten und Künstlicher Intelligenz.

 

89 Sekunden vor Mitternacht

 

Die Weltuntergangsuhr des Bulletin of Atomic Scientists wurde am 28. Januar 2025 erneut vorgestellt und zeigt nun die kürzeste verbleibende Zeit bis Mitternacht in ihrer Geschichte.

 

Seit 2020 stand die Uhr auf 100 Sekunden, 2023 wurde sie auf 90 Sekunden gesetzt – nun rückte sie um eine weitere Sekunde vor. Die Wissenschaftler begründen die Entscheidung mit der anhaltenden nuklearen Bedrohung, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und die eskalierenden Konflikte im Nahen Osten, der sich verschärfenden Klimakrise, den biologischen Risiken sowie den zunehmenden Gefahren durch KI und Desinformation.

 

Eine neue Sprache

 

Dagegen brauchen wir eine neue Vision einer Gesellschaft, in der Solidarität, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Biosphäre die maßgeblichen Werte sind. Darum gilt es dringlicher als je zuvor, alle Kräfte und Organisationen zu bündeln, die sich für Freiheit, Menschenwürde und Demokratie einsetzen.

 

Und wir brauchen eine Kultur und Sprache des Respekts, des Miteinander und des Mitgefühls zur Verwirklichung dieser Gesellschaft, eine Sprache der Versöhnung.

 

Diese Sprache muss laut werden in der Zivilgesellschaft, in der wir alle mitwirken und mitgestalten. Sie muss sehr laut werden, um den Hass und die Bomben zu übertönen, um gehört zu werden von den politisch Verantwortlichen.

 

„Eine neue Sprache gib mir statt der gewaltverseuchten, die ich gut beherrsche.“ So formulierte es einst Dorothee Sölle. Eine neue Sprache, die mitreißt und Gesellschaft zu verändern mag, eine Sprache, die das Wort „Feind“ nicht mehr kennt.

 

Anlässlich des Dialogs mit den Ostkirchen appellierte Papst Leo XIV. im Mai d.J. an die Verantwortlichen der Weltpolitik: „Lasst uns zusammenkommen, lasst uns miteinander sprechen, lasst uns verhandeln! Kriege sind nie unvermeidbar. Die Waffen können und müssen zum Schweigen gebracht werden, denn sie lösen keine Probleme, sondern verschärfen sie nur. Geschichte schreiben die Friedensstifter, nicht die, die Leid säen. Unsere Nachbarn sind nicht zuerst unsere Feinde, sondern unsere Mitmenschen; sie sind keine Verbrecher, die man hassen muss, sondern Männer und Frauen, mit denen wir sprechen können.“

 

Der Kommentar ist die persönliche Meinung der Autorin/des Autors und muss nicht mit der Meinung der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien übereinstimmen.

 

Evelyn Hödl
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