Begegnung mit Gästen

Gäste 2018: PHILIPPINEN

Philippinen: Was ist ein Leben wert?

 

Gäste aus den Philippinen erzählen von ihrem Einsatz für Menschenrechte und Umweltschutz und zeigen Zusammenhänge zwischen „ökologischen Müllhalden“ in ihrer Heimat und dem Konsumverhalten in Europa auf.

Seit Amtsantritt von Präsident Rodrigo Duterte im Juni 2016 hat sich die Menschenrechtslage auf den Philippinen massiv verschärft. In einem brutalen Anti-Drogen-Krieg wurden bereits tausende Menschen von der Polizei und durch Killerkommandos getötet. Zudem geht die Polizei vermehrt gewaltsam gegen Demonstrierende vor. Immer wieder werden JournalistInnen, RichterInnen, RechtsanwältInnen und Angehörigen von indigenen Gemeinschaften ermordet. Dabei herrscht ein Klima der Straflosigkeit.

 

Mit der zunehmenden Repression haben auch Organisationen wie MACEC und CorDis zu kämpfen. Sie setzen sich in von Bergbau geprägten Gebieten auf den Philippinen für die Rechte der lokalen Bevölkerung und für eine lebenswerte Umwelt ein. Die Folgen des exzessiven Bergbaus sind an vielen Orten sicht- und spürbar: Seen und Flüsse, die auf den ersten Blick malerisch die Landschaft prägen, erweisen sich bei genauerer Betrachtung als eine Mixtur giftiger Abfallprodukte. Berge und Hügel sind durchlöchert von tausenden kleinen und größeren Tunnels.

 

 

Internationale Bergbaukonzerne machen mit Rohstoffen, die auch in unseren Smartphones, Tablets, und Solarpanelen landen, gute Geschäfte. Dass sie auch die Verantwortung für die vielfach hinterlassenen „ökologischen Müllhalden“ und die damit verbundenen Verletzungen der Menschenrechte übernehmen – dafür setzen sich Menschenrechtsverteidiger wie unsere Gäste – oft unter großer Gefahr – ein.

 

Laden Sie uns von 23. - 28. April 2018 in Ihre Schule (Oberstufe), Pfarre oder Gemeinde ein und begegnen Sie Menschen, die unermüdlich dafür kämpfen, dass auch ihre Kinder noch ein Land vorfinden, in dem ein würdiges Leben möglich ist.

 

Kontakt: Milena Müller-Schöffmann, wien@welthaus.at

 

 

* https://www.amnesty.de/jahresbericht/2017/philippinen

 

Katholischen Aktion
Erzdiözese Wien

Stephansplatz 6/5
1010 Wien

Tel. +43 1 51552-3312
Fax: 01/ 51552-3143
katholische.aktion@edw.or.at
Darstellung: