Montag 20. November 2017
Gesellschaft

Betteln – Geben oder nicht geben?

Die KA unterstützt Initiativen, die sich menschlich mit der Situation von Bettelnden auseinandersetzen wollen -  gemeinsam mit der Pfarrcaritas, Frauenbewegung und Welthaus.

Jahrelanges Hetzen gegen das Betteln zeigt leider seine Wirkung. Falschmeldungen von organisierter Bettelmafia und ähnlichem wurden in die Welt gesetzt.
Deswegen unterstützen wir Initiativen, die BettlerInnen helfen und für sie Stimmung machen. Eine der ersten, die das begonnen hat, war übrigens die
Bettellobby Wien, die 2008 mit Unterstützung der KA Wien gegründet wurde.

 

Die Armut in Europa nimmt zu und oft bleibt Menschen, die unter prekären Verhältnissen leben nur die Möglichkeit ihr Land zu verlassen und woanders ihr Auskommen zu finden und Hilfe zu suchen. Oft kommen diese Menschen als BettlerInnen zu uns, sehr oft auch in unsere Pfarre. Wie können wir sinnvoll helfen? Was kann ich als Einzelperson tun und welche Möglichkeiten hat die Pfarrgemeinde?

Wir setzen uns dafür ein, Vorurteile zu hinterfragen und sich menschlich mit dieser Not auseinanderzusetzen, und bieten dafür verschieden Informationsangebote an. 

 

Hier finden Sie hilfreiche Links und Angebote zu diesem Thema:

 

 

2008 wurde mit Unterstützung der KA-Wien die  Bettellobby Wien gegründet.
„Ich will nicht betteln, aber dürfen muss ich“ lautet der Slogan, mit dem sich die BettelLobby gegen Bettelverbote einsetzt. Die BettelLobby ist eine Gruppe von Leuten, die beruflich oder privat mit bettelnden Menschen zu tun hat. Sie setzt sich gegen die Kriminalisierung von BettlerInnen ein. www.bettellobby.at

 


 

Fakten zur Situation von Bettelnden

 

Über Bettelnde gibt es ganz viele Falschmeldungen, Vorurteile und Meinungen – vor allem über die sogenannte „Bettelmafia“. Fakten dazu finden Sie in Forschungsarbeiten hier: https://www.bettellobby.at/wissenschaftliche-arbeiten-zum-thema-betteln/?where=wien

 

 

Broschüre „Armut muss Platz haben“

 

Diese Broschüre für die pfarrliche Caritasarbeit gibt Hintergrundinformation zum Thema Armutsmigration und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen, wie z.B.

  • „Ich habe das Gefühl, wenn man einmal etwas gibt, dann wollen die Leute immer mehr?“
  • „Ich biete an, etwas zu essen zu kaufen, aber der/die BettlerIn lehnt ab und sagt nicht einmal Danke!“
  • „Ist die Not der Menschen echt oder sind das organisierte Gruppen?“
  • „Wäre es nicht besser, den Menschen Gutscheine zu geben?“
  • „Werden Menschen zum Betteln gezwungen?“
  • „Ich habe das Gefühl es werden immer mehr BettlerInnen?“
  • „Gibt es die sogenannte ‚Bettelmafia‘?“
  • „Sind alle BettlerInnen Roma?“

Außerdem enthält sie Tipps für die Begegnung mit bettelnden Menschen und den Umgang mit BettlerInnen im Umfeld von pfarrlichen Einrichtungen.  Sie können diese Broschüre für ihre Pfarrliche Caritasarbeit gern kostenfrei bestellen bei: maria.sofaly@caritas-wien.at

Link zur Broschüre (pdf)

 

 

Betteln. Wie damit umgehen? Ein Selbsttest.

… oder Diskussionsstoff für die Familie, für die Pfarrgruppe oder den Stammtisch.

 

Die Bettellobby Wien hat einen Selbsttest erstellt: zum Test

 

Er hilft, mehr Klarheit über den eigenen Umgang mit Bettlerinnen und Bettlern zu bekommen. 

 

HIER finden Sie den Selbsttest adaptiert auf einem  Blatt zum Ausdrucken

 

Dies ist ein Reflexionsanstoß für sich selbst – oder Diskussionsstoff für die Familie, für die Pfarrgruppe oder den Stammtisch …

Der „Test“mit 3 Fragen ist nach Vorbild von „Psychotests“ in Illustrierten gestaltet. Die Antworten führen dann zu 5 verschiedenen „Typen“.

 

 

Folder “Geben oder nicht geben“

 

Wir haben einen kleinen Folder (A6 gefalten) in Zusammenarbeit mit der Pfarrcaritas erstellt, der zum Nachdenken anregt und ein Statement abgibt, wie wir als Kirche mit bettelnden Menschen umgehen wollen. Nutzen Sie den Folder, um diesen in der Kirche, am Schriftenstand etc. aufzulegen oder bei Gelegenheit zu verteilen. Sie können diesen kostenlos bestellen bei: maria.sofaly@caritas-wien.at

 

Mehr Informationen: https://www.caritas-wien.at/hilfe-angebote/zusammenleben/pfarrcaritas-und-naechstenhilfe/mitarbeit-engagement/pfarrliche-caritas-projekte/umgang-mit-bettlerinnen/

 

 

Informationsabend zum Thema  „Umgang mit BettlerInnen“

 

Wir kommen gerne in die Pfarre und geben einen Input zum Thema: Wer sind die Menschen die hier betteln und warum kommen Sie? Wie kann ich mich richtig verhalten und welche Rolle spielt dabei eine christliche Grundhaltung? Neben den Fakten und Information geht es auch um einen Austausch und die Diskussion untereinander. Was sind die persönlichen Zugänge, Strategien und Erfahrungen der TeilnehmerInnen.

 

 

Filmabend „Natasha“

 

Natasha - http://natasha-der-film.at/ - Ein Film von Ulli Gladik

Natasha lebt in einer kleinen Stadt in der Nähe von Sofia/Bulgarien. Um ihre Familie zu ernähren, fährt sie seit drei Jahren mehrmals jährlich nach Österreich um zu betteln. Ulli Gladik, Kamerafrau und Regisseurin in Personalunion, begleitete Natasha und ihre Familie im Zeitraum von fast zwei Jahren. Der Film zeigt Natashas Alltag als Bettlerin in Österreich und die Lebensumstände in ihrer Heimat.
84 min, Bulgarisch mit deutschen oder englischen Untertiteln

DVD Bestellungen: ul.gladik@gmx.at

 

Gerne zeigen wir diesen Film auch in ihrer Pfarre und stehen für ein anschließendes Gespräch zur Verfügung. Die Kosten für den Filmabend betragen 50€ und kommen den betroffenen Darstellern zu gute. Info bei: maria.sofaly@caritas-wien.at

 

 

Buchtipp: Die imaginierte "Bettlerflut":

 

Belege für eine Mafia, die BettlerInnen ausbeuten würde, gibt es bis heute nicht. Dafür haben die BuchautorInnen Barbara Tiefenbacher und Stefan Benedik Roma und Romnija getroffen, die mit ihren Betteleinnahmen die Bildung ihrer Kinder finanzieren. Ein Gespräch über gekürzte Sozialhilfe, Profite österreichischer Firmen in Osteuropa und die Schaffung einer Feindbild-Metapher. Interview: Ulli Gladik, Peter A. Krobath.

 

 

Blogeintrag von Marcel Kneuer  im KA-Blog-Portal

"Betteln braucht ein positiveres Image" http://www.ka-wien.at/blog/b7/blog/20.html

 

„Stilles Betteln“ in NÖ - Debatte um Gesetzesverschärfung

KA-Generalsekretär Christoph Watz disktutierte im Wiener Neustädter Regional-TV mit FP-Stadtrat/LandtagsAbg. Udo Landbauer zu diesem Thema ...

 

Die FP-WN versucht die Verschärfung des Bettelverbots mit dem Argument moralisch zu rechtfertigen, dass damit etwas gegen „Menschenhandel“ getan wird. Dass in dieser sensiblen Frage Verbote kontraproduktiv sind und was wirklich hilft, um Opfer von Menschenhandel zu schützen, können Sie hier lesen ...

 

Gibt es eine Bettelmafia?

Die Zeitung Österreich hat im Frühjahr 2017 wieder einmal eine Bettelmafia erfunden. Der betroffene Bettler sagt im Videointerview wie es wirklich ist ....

 

Katholischen Aktion
Erzdiözese Wien

Stephansplatz 6/5
1010 Wien

Tel. +43 1 51552-3312
Fax: 01/ 51552-3143
katholische.aktion@edw.or.at
Darstellung:
http://www.ka-wien.at/