Mittwoch 22. November 2017
Gesellschaft

„Wir brauchen viele Zeichen gegen Zäune“

… sagt KAÖ-Präsidentin Gerda Schaffelhofer. Als ein kleines Zeichen gibt es bei uns den A6-Aufkleber „Rat+Tat statt Stacheldraht“. Weil aus „Zäunen an den Grenzen werden Zäune in den Köpfen und Zäune in den Herzen“. Auch die Verschärfung des Asylrechts sehen wir als falschen Weg.

„Wir brauchen viele Zeichen des Widerstandes gegen eine Politik, die uns Zäune gegen Flüchtlinge als Gebot der Stunde verkaufen will. Aus Zäunen an den Grenzen werden Zäune in den Köpfen und Zäune in den Herzen, und auch diese Zäune wollen uns manche Politiker schönreden. Als Christ kann ich mich gegen solche Entwicklungen nur entschieden zur Wehr setzen. In diesem Sinne danke ich von ganzem Herzen dem Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics für seine klare und nachdrückliche Weigerung, auf Kirchengrund einen Grenzzaun errichten zu lassen“, erklärte die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Gerda Schaffelhofer, am Dienstag.

 

„Tausende Österreicherinnen und Österreicher setzen Tag für Tag Zeichen gegen die Ausgrenzung von Asylwerbern und Flüchtlingen – indem sie sie aufnehmen, sich um sie kümmern, ihnen auf vielerlei Art praktisch helfen, sich für sie politisch einsetzen. Das erfordert nicht selten Mut, denn man erntet für solches Engagement nicht nur Zustimmung, sondern in wachsendem Maß auch Unverständnis und Ablehnung“, so die KAÖ-Präsidentin.

 

„Als Präsidentin der Katholischen Aktion kann ich nur dazu ermutigen, sich von der Haltung der Offenheit gegenüber Flüchtlingen nicht abbringen zu lassen und offen Widerrede gegen jede Form der Abschottung und Ausgrenzung zu führen. Eine Gesellschaft, die die Schwachen und Hilfsbedürftigen an den Außengrenzen nicht mehr wahrhaben will, wird solche Menschen bald auch im eigenen Land nicht mehr wahrhaben wollen. Und ein Land, das seine Öffnung nach außen zurücknimmt, wird bald auch die innere Offenheit einschränken“, warnte Schaffelhofer.

 

 

Als ein kleines sichtbares Zeichen gibt es zum Bestellen einen A6-Aufkleber der KA-Wien „Rat & Tat statt Stacheldraht“ (mit Info zur „suche-Hilfe – gebe Hilfe“-Plattform www.arenum.at): katholische.aktion@edw.or.at (gegen freie Spende für das Projekt www.jobbegleitung.at

 

 

Verschärfung des Asylrechts ist „der völlig falsche Weg“ und ein ungeeignetes Instrument gegen den Rechtsruck in Österreich

 Die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Gerda Schaffelhofer, bekräftigt ihre Kritik an der heute vom Nationalrat beschlossenen Verschärfung des Asyl- und Fremdengesetzes. „Diese Gesetzesänderung geht in völlig falsche Richtung, daran ändern auch die im letzten Augenblick eingefügten kosmetischen Abänderungen nichts. Die neuen Bestimmungen hebeln nicht nur Grundrechte Schutzsuchender aus und liefern sie noch mehr als bisher Schleppern aus. Die Verschärfung des Asylgesetzes wird sich auch als ungeeignetes Instrument gegen den Rechtsruck in Österreich erweisen, davon bin fest überzeugt“, so Schaffelhofer.

 

„Flüchtlinge zu Sündenböcken zu erklären, spielt nur den Unzufriedenen in die Hände. Das hat auch das Ergebnis der ersten Runde der Präsidentenwahl gezeigt. Der Versuch, rechtsnationalem Populismus hinterherzulaufen, ist abgestraft worden. Anstatt die Konsequenzen aus ihrem Wahldebakel zu ziehen und auf jene Mehrheit der Österreicher zu setzen, die eine menschliche und solidarische Politik wollen, malen die Regierungsparteien einen Notstand an die Wand, der weitere Ängste und eine Abwehrhaltung gegen Flüchtlinge schürt“, kritisiert die KAÖ-Präsidentin.

 

Schaffelhofer erinnert an eine Aussage von Papst Franziskus anlässlich seines jüngsten Besuches auf der griechischen Insel Lesbos. Die Gesellschaften der Aufnahmeländer fürchteten, wegen der Neuankömmlinge das eigene Leben und die Mentalität ändern zu müssen, stellte der Papst fest und fügte an die Flüchtlinge hinzu. "Ihr werdet als eine Last, ein Problem, ein Kostenfaktor behandelt und seid in Wirklichkeit ein Geschenk." Diesen Worten kann ich mich nur anschließen, so die KAÖ-Präsidentin.

 

 

Bestellung A6-Aufkleber: „Rat & Tat statt Stacheldraht“: katholische.aktion@edw.or.at

Inhaltliche Rückfragen: Mag. Josef Pumberger, Generalsekretär Katholische Aktion Österreich, Spiegelgasse 3/21010 Wien, Tel.: +43 1 51552-3661 Mobil: +43 664 6216979 josef.pumberger@kaoe.atwww.kaoe.at

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