Mittwoch 22. November 2017
Gesellschaft

Vassilakou – Mit Autofasten „die Welt mit anderen Augen erfahren“

Umweltministerium, Stadt Wien, VOR und andere unterstützen „Aktion Autofasten“

Die Aktion Autofasten bietet Gelegenheit, „die Welt mit anderen Augen zu erfahren“, sagte die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bei der Pressekonferenz zum 10 Jahre Jubiläum der “Aktion Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ am 16. Februar 2015 im Raum der Stille am neu eröffneten Wiener Hauptbahnhof auf Einladung des Umweltbüros der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien und des Verkehrsverbund Ost-Region (VOR).

 

 

 

Gewinne „mehr Lebensqualität“

„Ich halte es für wichtig, dass die Stadt Wien die Aktion unterstützt“, betonte Vizebürgermeisterin Vassilakou gleich zu Beginn. Da Verzicht „in unserer Gesellschaft nicht  besonders populär“ sei, spreche sie  viel „lieber von Alternativen“. Dabei denke sie z. B. an Menschen, die als Kinder Rad gefahren sind und das nach langer Unterbrechung wieder mit Begeisterung und Freude erleben. So entstehe „ein positives Bild, was sich alles ändern kann, wenn wir einmal auf etwas verzichten“, so Vassilakou. Daher plädiere sie dafür zu testen, „Was gewinne Ich“ und zu sehen, ob ich dadurch schneller und bequemer ans Ziel komme. „Verzichtet man einmal auf lieb gewordene Gewohnheiten, dann tut man etwas Gutes für die Stadt und gewinnt mehr Lebensqualität“, bekräftigte die Vizebürgermeisterin, die den Kirchen und den Organisationen für die Initiative dankte und wünschte, dass möglichst viele Wienerinnen und Wiener das erfahren und einmal ausprobieren.

 

Auch Sektionschef Günter Liebel vom Umweltministerium gratulierte zu der „10 Jahre erfolgreichen Aktion“, freute sich, dabei zu sein und diese „moderne Form von Mobilität“ unterstützen zu dürfen. Mit der Aktion „Klima aktiv mobil“ biete das Ministerium Beratung, aber auch konkrete Unterstützung zur Umsetzung von Mobilität. Es sei wichtig, weg zu kommen von Verkehr ist gleich Auto und zu fragen: „Welche Bedürfnisse haben wir für Mobilität“, so Liebel. Wichtig sei es, das auch in den ländlichen Regionen zu unterstützen, denn neue Formen von Mobilität bieten auch Chancen in der Beschäftigung. So habe man den Beruf des Elektrofahrradmechanikers initiiert.

 

Wir nehmen wahr, dass „eher das Auto die Alternative wird“

Der Geschäftsführer der Verkehrsverbund Ost-region (VOR), Thomas Bohrn, gratulierte ebenfalls zum Geburtstag, den Kirchen zu der „tollen Aktion“ und sagte: „In der Fastenzeit geht es um Wohlfühlen, um Veränderung durchmachen und um ein neues Kennenlernen von Mobilität“, wozu der VOR drei Monatskarten verlose. Der habe im Jahr 2013 mit den Partnern 992 Millionen Fahrgäste befördert, erlebe von Jahr zu Jahr eine steigende Anzahl von Beförderungen, umweltbewusstere Menschen und so Bohrn. Auch VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll bekundete: „Die Fastenzeit ist Anlass etwas zu tun“. Andere Wege zu suchen setze voraus, informiert zu sein. Daher habe man mit der multimodalen Verkehrsauskunft die neue App www.anachbvor.at entwickelt, um jederzeit in ganz Österreich für die verschiedenen Mobilitätsformen – Öffis, Fahrrad, Auto oder zu Fuß – den besten Weg von A nach B zu finden.

 

Auch der Extremsportler Christoph Strasser, der mehrmals das Langstrecken-Radrennen "Race Across America", rund 5.000 Kilometer quer durch die USA, gewonnen hat, unterstützt seit heuer die Aktion Autofasten und sagt: Jeder gesunde Mensch könne "sein Auto öfters gegen das Fahrrad tauschen und somit die Umwelt entlasten und etwas Gutes für sein Wohlbefinden und seine Gesundheit tun".

 

Wer sich für die Teilnahme auf der Plattform www.autofasten.at registriert, erhält wöchentlich einen Newsletter, Zugang zu einem Autofasten-Tagebuch und zu einem Mobilitätskalender, der über die eingesparten Autokilometer die Höhe der CO2-Einsparungen berechnet. Als Motivationshilfe winken zudem die kostenlose Rechtsschutz-, Haftpflicht- und Unfallversicherung beim Verkehrsclub Österreich und die Teilnahme an einer Verlosung von Urlaubs- und Bahnpreisen. Im Anschluss an die Pressekonferenz verteilten Bischof Scharl, Vizebürgermeisterin Vassilakou und Vertreter von Bahn und Umweltministerium mit einer Schulklasse des Bernoulli Gymnasiums aus Wien 22 in und um den neuen Hauptbahnhof Äpfel und Autofasten Folder an Pendler und Passanten.                           

 

Franz Vock

 

Siehe auch http://www.ots.at/presseaussendung

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