Berichte

Weihbischof Scharl: „Der Mensch braucht das Grün“

Die Schienenwallfahrt des KA-Umweltbüros sprach die Lebensrealität der Menschen an

„Wir sind alle miteinander Schöpfung Gottes. Stahl, Beton, Glas macht Menschen krank. Der Mensch braucht das Grün“, sagte Weihbischof Franz Scharl bei der Schienenwallfahrt auf den Hafnerberg in Altenmarkt an der Triesting am 14. Oktober 2017 vor den 100 Pilgern, die auf Einladung des Umweltbüros der Katholischen Aktion der ED Wien und des Referats für Bahn und Post der Kategorialen Seelsorge daran teilgenommen hatten.

 

WB Scharl: „Wenn es Grün gibt dann braucht es weniger Medikation“

„Städte sind gesundheitsgefährdete Orte. Wenn es Grün gibt dann braucht es weniger Medikation“, unterstrich Scharl. „Der Schöpfungsbericht ist äußerst weise und dient der Gesundheit von Mensch und Schöpfung“, kehrte der Weihbischof hervor und gab zudem zu bedenken: „Auch der Fußgänger ist in der Stadt ziemlich gefährdet. Die Mobilität erdrückt fast den normalen Fußgänger“.

 

Scharl machte den Pilgern Mut: „Das Land (Österreich) hat revolutionäres Potential. In Unterolberndorf ist die Verfassung Ugandas geschrieben worden. Die Christen sind eine gefährliche Schar“. Er erinnerte gleichzeitig daran: „Das Altern gehört zum Umgang mit der Schöpfung“. Mit dem Hinweis auf das Evangelium vom Salz der Erde (Mt. 5,13-16) sagte er: „Wenn das Salz seinen Geschmack verliert wird es weggeworfen“ Er fragte und unterstrich: „Leben wir in der Spur Jesu?

Wir müssen einen Lebensstil entwickeln, der bereit ist für die Zukunft“.

 

 

Wie ernst es ihm war, war in der anschließenden Fürbitte des Weihbischofs zu spüren, wo er betete: „Bei der Herbstbischofskonferenz 2015 in Michaelbeuern haben sich die Bischöfe zu einen bestimmten Prozentsatz von Umweltschutz verpflichtet. Herr steh uns allen bei dass wir das umsetzen“. In einem Dialog zur Lesung aus der Schöpfungsgeschichte Gen 1,25-31 hatte er zuvor schon darauf hingewiesen: „Am 6. Tag ist der Mensch erschaffen worden, Auch die Tiere des Feldes. Gott hilft den Menschen und den Tieren“. Scharl fragte dazu: „Wie geht Mensch und Tier miteinander um? Es gibt Tierrechte, Wir feiern Tiersegnung am 4. Oktober“. Scharl resümierte: „Wenn wir von Schöpfung reden, müssen wir von Anfang an sehen, was drinnen steht. Die Bibel ist ein weises Buch“, Er schloss mit dem Hinweis: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut“. Er fragte die BesucherInnen sehr persönlich: „Glauben wir, dass wir sehr gut sind. Darauf können wir immer wieder erinnern“.

 

Kräuterpfarrer Felsinger:  „Mach aus dem etwas wo deine Füße sind“

Der Einstimmung von Weihbischof Scharl: „Heute ist es leicht Halleluja zu sagen. Wir haben einen wunderbaren Tag geschenkt bekommen“, schloss sich Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger OPraem bei der Station Hubertuskapelle am Hafnerberg mit den Worten an: „Wir haben uns heute aufgemacht auf so etwas wie eine Insel. Wir haben einen Schlussakkord des Herbstes geschenkt bekommen, der mit einem Bach Akkord vergleichbar ist. Wir sind raus gegangen aus unserem Alltag, wo wir uns Sorgen machen. Wir haben aufatmen können“

 

Felsinger sagte: „Wir müssen lernen die Pflanzen zu betrachten als unsere Schwestern und Brüder. Damit wir seine Fürsorge erfahren, mutet er uns was zu, unsere Zeit, er mutet sich selbst zu. Wir können vertrauen, dass Gott uns nicht allein lässt“. Er erinnerte daran: „Wir dürfen die Pflanzen betrachten, Gott sorgt da selbst“. Es gäbe die „Vorsehung, Fürsorge Gottes. Wir brauchen nicht sagen ich schaffe mir meine Welt“. Vielmehr könnten wir  uns „das Leben schenken“ lassen. Felsinger schloss sehr konkret: „Mach aus dem etwas wo deine Füße sind. Das darf heiliger Boden sein, weil Gott ihn hergegeben hat. Wir stehen jetzt in einer Wirklichkeit, die von Gott gegeben ist“.

 

KA-Pfäsident Walter Rijs resümierte: „Es ist eine wunderbar gelungene Wallfahrt. Herrlich. Das Wetter erleichterte uns Gott zu loben. Es gibt viel Dankbarkeit für das Erlebnis und ich spüre viel Zufriedenheit“.                                                                                  

Franz Vock

 

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