Freitag 24. November 2017
Berichte

DSG-Fußballmeisterschaft „auf christlicher Basis“

Steiner: „Unsere Fußball-Meisterschaft ist vom christlichen Geist der Nächstenliebe getragen“

„Das Ziel unserer Fußball-Meisterschaft ist es, dass die Spiele vom christlichen Geist der Nächstenliebe getragen sind, der sich im wechselseitigen Respekt zwischen Spielern, Schiedsrichtern und Zuschauern zeigt“, sagte der Vorsitzende der Diözesan-Sportgemeinschaft (DSG) Wien, Manfred Steiner, zur Fußballmeisterschafts-Siegerehrung der DSG Wien für die Spielsaison 2013/14 am 1. Juli 2014 im Wiener Ernst Happel Stadion. Ein fröhlich lockeres Ereignis war dann auch die große Feier.

 

„Bei uns wird Integration auf sportlichem Weg Woche für Woche gelebt“

„Bereits Ende der 60-er Jahre wurde Fußball ins Sportprogramm der Diözesansportgemeinschaft Wien aufgenommen“, führte Steiner näher aus. „Ziel war es allerdings nie im Quartett der Großen mitzuwirken, vielmehr ging es immer um jene, die diesen Sport zwar schätzen, aber aktiv nicht in jener Weise beherrschen, dass er ´fernsehpräsentabel´ ist. Ihnen sollte Raum geboten werden, ihn fernab von irgendwelchen fetten Gagen betreiben zu können“, sagte Steiner mit dem Blick auf die laufende Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien.

 

„Über die vielen Jahre sind die Vereine immer mehr geworden; auch die Qualität ist gestiegen. Nicht verändert hat sich aber das Grundverständnis, dass das Siegen um jeden Preis nicht im Vordergrund steht, sondern das Spiel mit Freunden, auch wenn diese alle gleichermaßen gewinnen wollen“, erläuterte Steiner. Bereits 141 Kampfmannschaften – aufgeteilt in einen Liga-, drei Unterliga-, vier erste Klassen, vier zweite Klassen Bewerbe – , sowie 13 Reserve-, 12 Schülermannschaften und 8 „Damenschaften“ hatten sich in der Saison 2013/14 am Meisterschaftsspiel beteiligt.  

 

„Hinzugekommen sind neue Herausforderungen der Gesellschaft: Interkulturalität hat gerade vor unserer Meisterschaft nicht halt gemacht; die hohe Zahl an Vereinen mit Migrationshintergrund beweist dies“, so Steiner. Mittlerweile kommen die SpielerInnen aus zahlreichen Ländern – von Lateinamerika bis China, Russland bis Afrika. Auch Kurden, oder Vertreter des Islam spielen mit. „Bei uns wird Integration auf sportlichem Weg Woche für Woche gelebt“, bekräftigt dann Steiner auch.

 

„Der Zuspruch ist ungebrochen gut“

Ihnen alle ist es ein Anliegen, fair miteinander zu spielen, sodass Rücksichtnahme und Respekt erlebbar sind, dabei Freude zu haben und eine schöne Gemeinschaft zu erleben. „Nicht vergessen darf werden, dass die Basis unseres Tuns gelebtes Christsein darstellt“, macht Steiner aufmerksam. „So werden christliche Hochfeste in der Terminplanung entsprechend gewürdigt – es gibt eben auch Tage im Jahreskreis, an denen Fußball tabu ist“, präzisiert Steiner.

 

Nach der Siegerehrung für die ersten drei Plätze im jeweiligen Bewerb fand die Neuauslosung für die Saison 2014/15 statt. „Der Zuspruch ist ungebrochen gut“, erzählt Brigitte Novak, eine Mitarbeiterin im DSG Büro auf Stephansplatz 6. 10 Neuanmeldungen hat es für die neue Saison schon wieder gegeben. Auch eine koptische Mannschaft ist mit der Unterschrift ihres Bischofs vorstellig geworden.

 

Die DSG ist eine eigenständige Organisation mit eigenem Vorstand, Schiedsrichterkollegium und Strafausschuss, kooperiert organisatorisch beim Onlinesystem mit dem Wiener Fußballverband (WFV), legt DSG-Büroleiterin Maria Zuckersdorfer dar. Die DSG hat ihre eigenen Regeln, sofern sie sich nicht an den Regeln des WFV orientiert, wie etwa bei den Transfair-, An- und Ummeldezeiten. Während die Vereine des WFV professioneller betrieben werden und in den Hauptklassen spielen, spielen die DSG Mannschaften in den Gebietsklassen „im Hobbybetrieb“, so Zuckersdorfer. Hat die DSG mehr Kampfmannschaften als der WFV, so haben die Vereine im WFV durch den Nachwuchsbetrieb mehr  Spielmannschaften. Es gibt jedoch eine Wechselwirkung zwischen beiden Gruppen. Wollen es Mannschaften oder Spieler nicht mehr so professionell, mehr Fairness, Dialog und Gemeinschaftssinn, so wechseln sie zur DSG und umgekehrt.                              Franz Vock

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