Mittwoch 22. November 2017
Berichte

"Lange Nacht der Kirchen": „Wir haben etwas anzubieten …“

Pastoraltheologe Pock analysierte Erfolgsrezept der Kirchennacht

Die "Langen Nacht der Kirchen" ist eine "Erfolgsgeschichte", die auf mehreren Säulen ruht, analysierte der Wiener Pastoraltheologe Johann Pock beim „Danke Fest“ für die MitarbeiterInnen im Garten der Evangelischen Superintendentur am 13. Juni 2014, wo auch die Katholische Aktion vertreten war. Mehr als 330.000 Menschen haben kürzlich die zehnte Auflage der ökumenischen Kirchennacht in Österreich besucht.

 

Die "Lange Nacht der Kirchen" ist zugleich "traditionell und innovativ"

Zu den Besonderheiten des Projekts zählte Prock die "gelebte und erfahrbare Gastfreundschaft" in dieser "Nacht der niedrigen Schwellen" an den Kirchenportalen. Die Veranstaltung verdeutliche zudem die Vielfalt der christlichen Kirchen und ermögliche nicht nur "unbekannten Suchenden", sondern auch der Kirche nahestehenden Menschen „neue Perspektiven“. Als ökumenisches Projekt leiste das Projekt zudem einen wichtigen Beitrag zur Verständigung unter Kirchen und Religionsgemeinschaften, so Pock.

 

Die "Lange Nacht der Kirchen" sei zugleich "mutig und selbstbewusst, traditionell und innovativ" und zeige so "ein spannendes, lebendiges Gesicht christlicher Kirchen", betonte der an der Universität Wien lehrende Theologe in seiner pastoraltheologischen Einschätzung. In der Kirchennacht würden nicht nur Kostbarkeiten wie tolle Orgeln oder Sakristei-Schätze sichtbar, sondern vor allem auch die in den Pfarren vorhandenen Charismen, Fähigkeiten und Begabungen, so Pock: "Sie sind es, die eine Pfarre kostbar machen - denn ohne die Menschen, die eine Kirche beleben, ist sie ein nettes Museumsstück, ein schönes Kunstwerk, nicht mehr und nicht weniger."

 

In dieser Welt mitgestalten – „Wir haben etwas anzubieten, wie das Leben gelingen kann“

Für wesentlich erachtet der Pastoraltheologe mit Blick auf das Bild von der "Kirche in der Welt in dieser Zeit" des Zweiten Vaticanums außerdem den "hohen Öffentlichkeitsgrad" der Veranstaltung. Christliche Kirchen seien nicht dazu da, sich aus der Welt zurückzuziehen, sondern um in dieser Welt das Leben, die Gesellschaft, die Kultur, die Politik, die Wissenschaft, die Wirtschaft mitzugestalten, so Pock. "Die vielen Kirchen hier in Wien zeigen das Selbstbewusstsein einer Glaubensgemeinschaft, die von sich meint: Wir haben etwas anzubieten, wie das Leben gelingen kann - gerade in den Herausforderungen von heute; gerade angesichts von Krisen und von Widerständen."

 

Bischofsvikar Dariusz Schutzki erinnerte beim Danke Fest an die Bedeutung des Gründungsvaters der Langen Nacht der Kirchen, seinen Vorgänger als Bischofsvikar, Domdekan Prälat Karl Rühringer. Ebenso dankte er dem gesamten Lange Nacht der Kirchen Team, das sich bei Vikariatssekretär Bernhard Linse immer wieder treffe, für ihre Unterstützung. Schutzki erinnerte dabei auch an die zahllosen Begegnungen in der Langen Nacht der Kirchen und die sehr gute ökumenische Zusammenarbeit, die durch die vielen Vorbereitungstreffen auch „zu einem besseren gegenseitigen Kennenlernen untereinander“ führe. Ebenso wies Schutzki auf den missionarischen Charakter der Langen Nacht der Kirchen hin, die sich auch international immer weiter ausbreite.

 

Der Hausherr, Superintendent Hans-Jörg Lein, freute sich, das Danke Fest erstmals im Garten der Evangelischen Superintendentur feiern zu können. Er dankte allen die gekommen sind und besonders der Katholischen Kirche, an der sich alle anderen Kirchen anhalten können, da sie „die Hauptlast personell und finanziell trage“. Die KA war beim MitarbeiterInnen-Fest durch den KAB Mitarbeiter Hans Herbst und dessen Gattin vertreten. Bei der letzten Langen Nacht am 23. Mai hatten allein in Wien 150.000 Menschen die offenen Gotteshäuser besucht. Die nächste "Lange Nacht der Kirchen" findet am 29. Mai 2015 statt.                                                                                            KAP, Franz Vock

 

 

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