Montag 20. November 2017
Berichte

Freude strahlende Gesichter

beim 2. barrierefreien „Simon von Cyrene“ Kreuzweg

Freude strahlende Gesichter verließen am „Schmerzhaften Freitag“, dem 11. April 2014, das Stift Heiligenkreuz nach der Feier des 2. barrierefreien „Simon von Cyrene“ Kreuzwegs, zu dem die AMG Akademie (A – Aktuelles, M – Männer, G – Glaube, eine KMB Gründung, www.amg-akademie.at ) in Kooperation mit dem Stift, der Gemeinde, Pfarre und KMB Heiligenkreuz eingeladen hatte.

 

 

Ansprechende Feier mit Verbindung zum aktuellen Lebensalltag der TeilnehmerInnen

Was war geschehen? Abt Maximilian Heim, Pfarrer Prior Simeon Wester und Altabt Gerhard Hradil erwarteten die rund 60 TeilnehmerInnen – darunter mehrere Rollstuhlfahrende Personen aber auch Gehbehinderte – um 15.00 Uhr im Innenhof des Stiftes mit der mitgebrachten Kreuzreliquie. Sie war dem Kloster 1188 vom Babenbergerherzog Leopold dem V.  geschenkt worden. An dem kühlen Frühlingstag gab aber auch die Sonne ein kräftiges Lebenszeichen von sich.

 

Der Verfasser des Textheftes, der Biedermannsdorfer Pfarrer und Geistliche Assistent der KMB, Bernhard Mucha, begrüßte die BesucherInnen aus den verschiedenen Bezirken des Industrieviertels mit dem Ende des Glockengeläuts herzlich. Als Vorsteher der Feier gelang es ihm auf sehr ansprechende Weise, bei den jeweiligen Stationen die dazu passenden Themen wie „Annahme“ einer schrecklichen Nachricht, „Schuldzuweisung“, „Am Boden zerstört“ sein, „Ohnmacht“, oder auch den „Blick der Liebe“ mit dem aktuellen Lebensalltag der TeilnehmerInnen zu verbinden und sie dadurch auf ihrem Lebensweg mitzunehmen.

 

Waren die ersten Kreuzweg-Stationen völlig im Schatten des Innenhofes, so trat mit dem näher kommenden Ende der Feier mehr und mehr die wärmend belebende Sonne in den Vordergrund. Die 14. und 15. Station, das „Begraben“ werden und der „Liebestriumpf“, waren dann ganz im Blickfeld der Sonne, sodass jede(r) der TeilnehmerInnen seinen (ihren) unverwechselbaren Schatten warf. Nach dem Hinweis auf die Bedingungen für einen vollkommenen Ablass durch Pfarrer Simeon erteilte Abt Maximilian mit der Kreuzreliquie den Segen.

 

Gelöstheit und Freude

Der Gang zur zentral im Innenhof gelegenen Dreifaltigkeitssäule bildete den Abschluss, wo viele der TeilnehmerInnen auch noch die Gelegenheit nützten, mit der Kreuzreliquie ganz persönlich in Kontakt zu treten. Am Ende strahlte aus vielen Gesichtern – dem der  RollstuhlfahrerInnen, anderer BesucherInnen, aber auch aus dem des Abtes – Gelöstheit und Freude. Mehrere bekundeten Ihre Dankbarkeit.

 

Einige TeilnehmerInnen baten am Ende der Feier gleich um eine Anzahl von Textheften, um auch in ihrer jeweiligen Pfarre oder Gemeinschaft den „Simon von Cyrene“ Kreuzweg mit anderen beten zu können. Viele nahmen die aufgelegten Karten mit der Kreuzreliquie und dem Segensgebet, oder mit dem Gebet „Das Kreuz verändert alles“ mit. Eine beachtliche Anzahl von Personen nutzte auch die eingerichtete Labungsstation mit heißem Tee zur Stärkung, zum Innehalten und Austausch.

 

Damit einer der schönsten Kreuzwege Österreichs für Rollstuhlfahrer und andre Behinderte barrierefrei zugänglich ist, wurde der unter der künstlerischen Leitung des berühmten Barockbildhauers Giovanni Giuliani (1664-1744) geschaffene Kreuzweg in Heiligenkreuz fotografiert und digital auf Tafeln aufgezogen, die von den Männern der Katholischen Männerbewegung (KMB) an den Arkadenpfeilern des Innenhofes angebracht wurden. Ebenso trugen die Ordnerdienste der KMB und die engagierten Vertreter des Roten Kreuzes zu einem guten und geregelten Ablauf der Feier bei.

Franz Vock

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