Sonntag 19. November 2017
Arbeitswelt

KA-Verteil-Aktion von „ArbeitsLosen“ im Industrieviertel

KA-Generalsekretär Watz: „Es ist uns wichtig, dass die Leute sich nicht schämen müssen“

[30.04.2015] „In Österreich sind Ende März 360.212 Menschen arbeitslos gemeldet,  41.037 oder 12,9 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr. Etwa 81.000 davon sind junge Menschen unter 25 Jahren“, darauf wies Christoph Watz, der Generalsekretär der Katholischen Aktion (KA) der Erzdiözese Wien, zum „Tag der Arbeitslosen“ am 30. April 2015 hin. Und dieser „höchste Arbeitslosen-Stand seit Langem“, so Watz, war auch der Anlass für eine KA-Verteilaktion von „ArbeitsLosen“ im Industrieviertel.

Bild: v.l.n.r.: Anna, Nori (KJ), Fritz Krull (KAB), Tom Kruczynski (Kurat Dompfarre), Christoph Watz (KA-Generalsekretär)

 

Am Bahnhof Wiener Neustadt …

 „Es gab sehr viele positive Reaktionen, auch von Personen die in die Arbeit gefahren sind“, berichtete Watz über die Verteilaktion am Bahnhof in Wiener Neustadt, wo er mit Dom-Kurat Tom Kruczynski, dem Geistliche Assistent der Katholischen ArbeitnehmerInnen Bewegung (KAB) Fritz Krull und vier Jugendlichen von der Katholischen Jugend (KJ) von 6.00 bis 8.15 Uhr über 1000 ArbeitsLose verteilte.

 

„Eine TRIUMPH-Arbeiterin (3 Jahre vor der Pension) erzählt uns, sie schämt sich, dass sie arbeitslos werden könnte. Nicht der Einkommensverlust war das, worüber sie geklagt hat! - Dies bestärkt uns, wenn wir auf unserer Homepage http://ka-wien.at/…/gesellschaftsengageme…/article/1456.html zum „Tag der Arbeitslosen“ auf „ungerechtfertigte Scham und psychische Belastung“ aufmerksam machen und schreiben, dass „die hohe Arbeitslosigkeit objektiv betrachtet ein Mangel an bezahlten Arbeitsplätzen und nicht die persönliche Schuld der Betroffenen“ ist“, postete Watz unmittelbar danach auf Facebook https://www.facebook.com/kaedwien . „Wir versuchen Verständnis für die Situation der Arbeitslosen zu erwecken. Es ist uns wichtig, dass die Leute sich nicht schämen müssen“, fügte Watz dazu. Auch in einigen Orten rund um Felixdorf wurden ArbeitsLose verteilt.

 

… und am Bahnhof Baden

1200 ArbeitsLose hat KMB-Vikariatsobmann Richard Wagner am Tag der Arbeitslosen mit zwei weiteren Männern und zwei Mitarbeitern der Katholischen Jugend (KJ) auch am Bahnhof in Baden an die Ein- und Auspendler von 6.00 – 8.00 Uhr am Morgen verteilt.  „Die Aktion ist sehr gut angekommen, wurde sehr positiv empfunden“, berichtete Wagner. „Das ist eine gescheite Sache. Das gefällt mir“, oder „Das ist eine gute Sache“, waren einige der Reaktionen.  Wie die Erwachsenen haben auch viele Kinder und Jugendliche in der Schulstadt Baden die Lose gerne genommen. „Wir haben mit einigen diskutiert, mit anderen geplaudert. ´Ich finde es gut, dass da engagierte Leute sind´, sagte ein politisch Engagierter“, so Wagner. Er schloss: „Die Idee ist  für sehr gut empfunden worden. Ich möchte diesen Morgen nicht missen. Ich habe dabei einige menschlich wichtige Erfahrungen gemacht“.

 

Mit der Verteilaktion des ArbeitsLoses an den Bahnhöfen in Wiener Neustadt und Baden, in Wiener Büros und im Raum Felixdorf möchten möchte die KA auf diese schwierige Situation Arbeitsloser aufmerksam machen und auf die Folgen der Arbeitslosigkeit für den konkreten Menschen hinweisen.

Ebenfalls lud die Katholische Aktion mit der Verteilung des ArbeisLoses zu einer Bildungsveranstaltung am 13. Juni 2015 ins Wiener Neustädter Bildungs-Zentrum St. Bernhard von 13.30h bis 16.00 Uhr unter dem Thema „Arbeit und Wirtschaft – Fair teilen“  zum Weiterdenken ein.

Diese Aktion wird gemeinsam von den Gliederungen der Katholischen Aktion, der Katholischen Jugend und der Plattform Kirche und Arbeitswelt durchgeführt.

 

Franz Vock

Katholischen Aktion
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