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Religions for Future bei der Klima-Demo am 16. Oktober 2026

10.000 Menschen demonstrierten in Wien beim Klimastreik der „Fridays for Future“. Mit dabei waren christliche, muslimische, buddhistische und Bahai-Vertreter:innen, die forderten, die Ambitionen bei der Abschaffung der fossilen Subventionen, bei der Wende hin zu erneuerbaren Energien und beim Ausstieg aus Öl und Gas zu verstärken. Nach dem Rekordsommer forderten sie auch Schutz vor der Hitze.

 

Die KA-Wien war mit Präsident Reinhard Bödenauer, Vizepräsidentin Valentina Steigerwald, KA-Seelsorgerin Sabine Kräutel-Höfer, Generalsekretär Christoph Watz und Vertretungen von Kath. Hochschuljugend, Kath. Jugend und Jungschar sowie Teilnehmer:inneDie KA-Wien war mit Präsident Reinhard Bödenauer, Vizepräsidentin Valentina Steigerwald, KA-Seelsorgerin Sabine Kräutel-Höfer, Generalsekretär Christoph Watz und Vertretungen von Kath. Hochschuljugend, Kath. Jugend und Jungschar sowie Teilnehmer:innen aus dem FairWandeln-Netzwerk stark vertreten.

 

Nach einer Schweigeminute vor der Kirche St. Johann Nepomuk in der Praterstraße wurde folgender Aufruf der „Religions for Future – Vienna“ verlesen:

 

"Im heurigen Sommer hat sich die Wucht der menschengemachten Erderhitzung auf dramatische Weise auch in Österreich gezeigt: extreme Hitzewellen, Dürre, Trockenheit - verbunden mit Waldbränden, hohen Ernteausfällen und Trinkwasserproblemen. Laut dem 2. Österreichischen Sachstandsbericht zum Klimawandel (AAR 2) von 2025 hat sich die mittlere Lufttemperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits um 3,1 Grad C erhöht – die Erwärmung ist also in Österreich mehr als doppelt so hoch wie im globalen Durchschnitt. Bereits jetzt sind die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen sowie die Konsequenzen für die Nahrungsmittelproduktion dramatisch.

 

Besonders für alte und kranke Menschen ist die extreme Hitze lebensbedrohlich, wie die hohe Übersterblichkeit während der Hitzewellen im Juni und Juli gezeigt hat. Hitze verstärkt bestehende soziale Ungleichheiten: Ärmere Menschen leben häufig in dicht verbauten, besonders heißen Ortsteilen mit weniger Grünflächen und können sich vor Hitze weniger schützen. Die Klimakrise und seine Folgen ist damit auch in Österreich unmittelbar angekommen.

 

Dennoch reagieren politisch Verantwortliche in einer Weise, die der Dringlichkeit von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen nicht entspricht – mit Verzögerung und Relativierung: Man blendet dabei aus, dass auch die Emissionen der kleinen Länder zusammengenommen einen beträchtlichen Teil der gesamten Emissionen ausmachen.

 

Als Vertreter von christlichen Kirchen und Religionsgemeinschaften in Österreich, die sich für die Bewahrung der Schöpfung und einen achtsamen Umgang mit dem Gewebe des Lebendigen, zu dem auch wir Menschen gehören, einsetzen, rufen wir die politisch Verantwortlichen in den Regierungen auf Bundes- und Länderebene in Österreich auf, das Tempo beim Klimaschutz zu beschleunigen und die Ambition zu verstärken:

 

  • bei der Verabschiedung eines verbindlichen sanktionsbewehrten Maßnahmenplans zum Klimaschutzgesetz
  • bei der Abschaffung der fossilen Subventionen
  • bei der Wende hin zu erneuerbaren Energien und beim Ausstieg aus Öl und Gas.

 

Das Erreichen von Klimaneutralität 2040 in Österreich darf nicht bloß ein Lippenbekenntnis sein. Ein fairer sozial-ökologischer Wandel sollte nicht als Last, sondern als Chance und als gemeinsames positives Zukunftsprojekt unserer ganzen Gesellschaft betrachtet werden.

 

Ebenso rufen wir die Regierungen auf Bundes- und Länderebene dazu auf, alle Hebel im Bereich der Klimaanpassung so rasch wie möglich in Bewegung zu setzen, um sich auf die kommenden Hitzesommer und steigenden Temperaturen strukturell vorzubereiten.

 

  • Der nationale Hitzeschutzplan muss dringend weiterentwickelt werden, in Richtung flächendeckend verbindlicher Maßnahmen, einer Evaluation der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen, besserem Kontakt zu besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen
  • sowie mehr Investitionen in strukturellen und sozial gerechten Hitzeschutz.
  • Mit Blick auf die zunehmende Erhitzung sind Maßnahmen im Bereich Bodenschutz, Entsiegelung, Begrünung und Renaturierung dringend anzugehen.

Aus ethischer Sicht geht es hier auf eminente Weise um Fragen des Menschenrechts auf Gesundheit und Leben, der sozialen Gerechtigkeit und des Gemeinwohls."

 

Aufgerufen zum Klimastreik Klimastreik am 16. Oktober 2026 haben neben der Kath. Jugend und Jungschar auch die Präsidenten der Katholische Aktion Österreich Mag. Ferdinand Kaineder und KA der Erzdiözese Wien Reinhard Bödenauer, Hacer Nur-Akpinar, Obfrau Gemeinschaft Junger Muslime, Mag. Ing. Erika Erber, Präsidentin der Buddhistischen Religionsgesellschaft Österreich, Dr. Matthias Geist, Superintendent der Evangelischen Kirche A.B. Wien, P. Dr. Franz Helm, Europa-Koordinator der Steyler Missionare, Weihbischof DI Stephan Turnovszky, Dr. Markus Beranek, Leiter des Pastoralamts der Erzdiözese Wien, …

 

Auch viele Teilnehmer:innen aus Pfarren waren bei der Klima-Demo dabei! Z.B. die Gemeinde St. Rupprecht mit der Botschaft: „Klimaschutz ist Schöpfungsverantwortung“. 

Linkes Bild: Auch viele Teilnehmer:innen aus Pfarren waren bei der Klima-Demo dabei! Z.B. die Gemeinde St. Rupprecht mit der Botschaft: „Klimaschutz ist Schöpfungsverantwortung“. Mittleres Bild: Mag. Ing. Erika Erber, Präsidentin der Buddhistischen Religionsgesellschaft Österreich mit dem KA-Präsidenten der Erzdiözese Wien Reinhard Bödenauer beim Treffpunkt der Religions for Future vor der Kirche St. Johann Nepomuk in der Praterstraße. Rechtes Bild: Franz Helm SVD im Gespräch.

 

Die Religions for Future Vienna treffen sich einmal pro Monat. Wenn du dazukommen willst, melde dich einfach per Mail, dann schicken wir dir den nächsten Termin zu. 

https://religionsforfuture.at/#treffen-wien 

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Fax: 01/ 51552-3143
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