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„Stimmen des Widerstands – Indigene Frauen gegen Umweltzerstörung“

Am 28. April versammelten sich zahlreiche Interessierte am Stephansplatz 6, um Einblicke in eine Realität zu gewinnen, die geografisch weit entfernt scheint – und uns doch alle betrifft: den Kampf indigener Frauen in Bolivien gegen Umweltzerstörung, soziale Ungleichheit und den Verlust ihrer Lebensgrundlagen.

 

 

Ein Einstieg mit offenem Herzen

Agueda Colque und Lenny Espinoza von den Organisationen ISALP und CERDET eröffneten den Abend mit einer Einladung an alle Teilnehmenden: mit offenem Herzen zuzuhören und in positiver Energie in den Austausch zu treten. „Denken, fühlen, aussprechen – und erst dann ins Tun kommen“, beschrieben sie ihre Herangehensweise. Dieser Satz prägte die Atmosphäre des Abends.

 

Die Frauen erzählten von Werten, die in ihrer indigenen Kultur sehr wichtig sind und das Leben prägen: Von Fülle (Abundancia), Gleichgewicht (Equilibiro) und Weisheit (Sabidoria), der Dualität zwischen Mann und Frau, und der Gemeinschaft, die mindestens so wichtig ist, wie das Individuum.

 

 

Bergbau, Klimakrise und ihre Folgen

Agueda, die selbst auf 3.800 Metern über dem Meeresspiegel lebt, berichtete eindrücklich von den Herausforderungen, die der Bergbau in ihrer Region mit sich bringt: von verschmutztem Wasser und kontaminierten Lebensmitteln durch den Abbau vielfältiger Mineralien entstehen sowie dem ungleich verteilten Reichtum durch den Mineralienexport.

 

ISALP arbeitet auf Basis des Prinzips des Buen Vivir – des „guten Lebens“ – und einer Kultur des Friedens. Die Organisation fördert nachhaltige Landwirtschaft, stärkt Ernährungssouveränität, unterstützt Anpassungen an den Klimawandel und setzt sich für die Verringerung von Gewalt gegen Frauen sowie für Geschlechtergerechtigkeit ein.

 

Lenny erzählte, wie sich CERDET mit Schulungen, technischer Unterstützung, Hilfe beim Aufbau starker Gemeinschaften, Forschung und politischer Einflussnahme in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, für die Rechte indigener Familien im tropischen Chaco einsetzt und berichtete von Kunsthandwerk bis Bienenzucht, beeindruckenden Initiativen der Guaraní und Weenhayek.

 

 

Die Frauen zeigten, wie gemeinschaftliche Stärke, Wissen und kulturelle Verwurzelung zu kraftvollen Werkzeugen des Widerstands werden. Trotz massiver Umweltbelastungen kämpfen sie für Gesundheit, für ihre Territorien, für die Rechte indigener Gemeinschaften – und für eine Zukunft, die lebendig bleibt und dazu forderten sie auch alle Teilnehmenden auf, ihren (und sei er noch so kleinen) Beitrag zu leisten.

 

 

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