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Hintergrundinformationen zur Projektidee und
der Plattform „sozialwort-tv“
Das „Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen“ (www.sozialwort.at)
ist eine Initiative der 14 christlichen Kirchen in Österreich.
Gemeinsam wollen diese zu gesellschaftlichen Herausforderungen
Stellung nehmen. Damit möchten die Kirchen ihre gesellschaftspolitische
Verantwortung wahrnehmen.
Ausgangspunkt dafür bildete eine breite Erhebung der sozialen
Praxis der Kirchen. Die Ergebnisse dieser Erhebung, der Standortbestimmung,
wurden in einem Sozialbericht präsentiert. Auf dieser Grundlage
wurde das Sozialwort des Ökumenischen Rates der christlichen
Kirchen in Österreich erarbeitet. Großer Wert wurde
bei diesem Prozess auf eine möglichst breite Beteiligung von
kirchlichen Einrichtungen, Initiativen, Gruppen und Gemeinden gelegt,
die sich im sozialen und sozialpolitischen Bereich engagieren.
Das Sozialwort soll als Grundlage für Diskussionen und Veranstaltungen
dienen und zur Weiterarbeit anregen.
In jedem Kapitel des Sozialwortes werden komplexe gesellschaftliche
Zusammenhänge angesprochen. Damit verbindet sich die Einladung
an alle, sich an einer weiterführenden, kritischen Auseinandersetzung
zu beteiligen. Die in den jeweiligen Kapiteln formulierten Aufgaben
für Kirchen und Gesellschaft sind Anregungen, das Sozialwort
in die soziale Tat umzusetzen. Diese Aufforderung richtet sich
an einzelne, an kirchliche und gesellschaftliche Initiativen und
Einrichtungen, sich die Anliegen des Sozialwortes zu eigen zu machen
und gemeinsam weiterzuführen.
Somit geht das theoretische und praktische Engagement an sozialen
Themen weiter und macht das Sozialwort offen für zukünftige
Herausforderungen.
Ziele und Grundsatzüberlegungen:
- „sozialwort-tv“ ist die Trägerplattform,
an der derzeit die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien,
die Diakonie sowie die Katholische Sozialakademie Österreichs
mitwirken. Die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien übernimmt
dabei die Koordination für die Startphase.
- „sozialwort-tv“ macht Sendungen, die sich auf
Basis des Sozialwortes mit verschiedensten Themen der Stadt auseinandersetzt.
Als Rahmen dafür sollen die einzelnen Kapitel und Bereiche
des Sozialwortes dienen.
- Unterschiedlichste Gruppen der Stadt sollen die Möglichkeit
bekommen, sich und ihre Initiativen darzustellen und die breite
Vielfalt auf zu zeigen, in der die Themen des Sozialwortes
in der Stadt präsent sind. Dadurch soll insbesonders eine
Berichterstattung gefördert werden, die nicht von oben über
die Menschen berichtet, sondern den Menschen selbst die Möglichkeit
gibt, ihre Anliegen direkt zu kommunizieren.
- Der Dialog zwischen den Religionen und Konfessionen soll gefördert
werden.
- Die Erstellung von Sendungen (Sendungsteilen) soll hauptsächlich
in Gruppen erarbeitet werden. Dabei soll dieser Prozess unter anderem
zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Medium „Fernsehen“ und
Medienarbeit im Grundsätzlichen genützt werden.
- Durch die Sendung und die dadurch entstehenden Prozesse soll
auch eine Fortschreibung des Sozialwortes weiter angeregt werden,
mit
besonderem Blickwinkel auf die Fragen und Probleme der Stadt
Wien.
- Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sollen angesprochen
werden, hier ihre Stimme und ihre Sichtweisen einzubringen.
- In erster Linie werden langfristige Aspekte beleuchtet und
keine aktuelle Berichterstattung angeboten werden.
- Eine Homepage soll in Zukunft zusätzlich
das Weiterdenken an Sendungsbeiträgen ermöglichen
und Anknüpfungspunkte verschiedenster Art bieten.
andererseits bietet interessierten Menschen
die Möglichkeit, sich auf Basis des „Sozialwortes des Ökumenischen
Rates der Kirchen“ mit gesellschaftlichen Themen - insbesondere
in der Stadt - auseinander zu setzen. andererseits soll auf verschiedenen
Ebenen verdeutlichen, dass die Themen der Sendung (und damit auch
des Sozialwortes) nicht zum passiven Konsumieren aufrufen, sondern
Politik wie SeherInnen zu einem aktiven Engagement auffordern.
Dabei werden Themen nicht in erster Linie von oben
herab präsentiert, sondern Betroffene sollen selbst die Möglichkeit
erhalten, sich zu artikulieren und ihre Sichtweisen darzustellen.
Daher gibt es auch keine Redaktion im klassischen Sinne, wo hauptamtliche
RedakteurInnen Beiträge gestalten. Getragen wird dieses Projekt
hauptsächlich von ehrenamtlich engagierten Menschen und Gruppen,
die ihre Anliegen und Ideen einbringen können.
Blick schärfen für die, die sonst im
Schatten stehen
Die Präsidentin der Katholischen Aktion der Erzdiözese
Wien, Christa Buzzi sieht dieses Projekt als eine neue Chance,
engagierten Laien eine Plattform für ihr christliches Engagement
zu bieten: „Gerade für Jugendliche und junge Erwachsene
enthält dieses Medium viele Möglichkeiten, sowohl ihr
soziales Engagement als auch ihre Lebensrealitäten darzustellen.
Für die Katholische Aktion ist dies auch eine neue Möglichkeit,
Laien in der Kirche einen spannenden Raum für ihr christliches
Engagement zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig den gesellschaftlichen
Einsatz auf Basis des Sozialwortes zu betonen“, sagt die
KA-Präsidentin.
Für Michael Chalupka, Direktor der Diakonie, ist das Projekt
ein wichtiges Zeichen für das gemeinsame christliche Engagement.
Das Magazin andererseits ist ein Beispiel für gelebte Ökumene
und ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung des Sozialwortes. „Durch
das Medium Fernsehen in der unmittelbaren Lebenswelt der Menschen
bekommen die Themen des Sozialworts Gesicht und Stimme. Andererseits
wird unsere Sehgewohnheiten verändern. Es wird unseren Blick
schärfen für die, die sonst im Schatten stehen.“
Markus Schlagnitweit, Direktor der Katholischen Sozialakademie Österreichs,
die das Projekt Sozialwort koordiniert, betont die doppelte Bedeutung
dieses Projektes: „Einerseits sehen wir es als eine wichtige
Initiative zur konkreten Weiterarbeit an Themen des Sozialwortes,
andererseits werden damit auch konkrete Anliegen des Sozialwortes
selbst verwirklicht. So fordert das Sozialwort zum Beispiel, Kommunikationsmittel
für Gruppen zu schaffen, die sonst keine Beachtung finden;
ein weiteres Anliegen ist die Auseinandersetzung und Einübung
des Umgangs mit Medien zur Förderung von Medienkompetenz.“
Spannendes Experiment
Für den Koordinator des Projektes, Richard Richter, ist die
Sendung ein sehr spannendes Experiment: „Auch wenn einige
MitarbeiterInnen bereits mit Videofilmen und –bearbeitung
vertraut sind, verlangt das konkrete Gestalten eines Sendungsbeitrages
doch noch einmal ganz andere Fähigkeiten und Herangehensweisen,
um den SeherInnen Inhalte auf interessante Weise zu präsentieren.
Wir machen sicher keine perfekte Sendung und werden noch einige Übung
brauchen, wollen aber trotzdem die Beiträge möglichst
spannend gestalten“.
Stimmen zum Projekt:
„Herzliche Gratulation zur Initiative „andererseits – das
sozialmagazin“! Viele Menschen können sich so mit den
Fragen des Sozialwortes des Ökumenischen Rates der Kirchen
in Österreich vertraut machen, sich kritisch damit auseinandersetzen
und ihre Erfahrungen und Ideen einbringen. Möge es ein Beitrag
für ein menschenwürdiges Leben in dieser Stadt sein.
Viel Inspiration und gute Kommunikation!
Prof. Christine Gleixner FvB, Wien
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