|
Sendungsliste Europa und
der Stier
Nachfolgend gibt es eine Übersicht über
alle bisherigen Sendungen von "Europa und der Stier ".
Sie können
als DVD's bei uns bestellt werden: katholische.aktion@edw.or.at
Spur I: Warum Europa?
Univ.Prof. Michael Mitterauer im Gespräch mit Richard
Richter und Regina Polak
Im Mittelpunkt des Gespräches steht das Buch von Univ. Prof.
Mitterauer "Warum Europa? - Mittelalterliche Grundlagen eines
Sonderwegs". Weitere Themen des Interviews sind die Bedeutung
der Mühlen, die er als zentrales Element der europäischen
frühindustriellen, aber damit auch zusammenhängenden
kulturellen Entwicklung sieht sowie der Kommunalismus, der für
ihn die Wurzel der europäischen Demokratie ist.
Spur II: Wiege der Philosphie?
Ass.Prof. Karl Baier im Gespräch mit Richard Richter
und Regina Polak
Im Gespräch Ass. Prof. Dr. Karl Baier von der Katholisch-Theologischen
Fakultät der Universität Wien wird nach den Wurzeln der
europäischen Philosophie gefragt.Als europäisches Eigengut
seit der Neuzeit werden die rasante Entwicklung von Naturwissenschaft
und Technologie genannt, wobei philosophische Weltentwürfe
eine wichtige Rolle gespielt haben. Ein weiteres Thema sind die
Demokratie als moderne Staatsform und deren philosophischen Begründung.
Spur III: Der Zweifel ist erlaubt
Dr. Richard Picker im Gespräch mit Richard Richter
und Regina Polak
Im Gespräch mit dem Psychotherapeuten Dr. Richard Picker
werden wesentliche Fragen nach den Grundlagen Europas erörtert.
Der Bedeutung der griechischen Philosophie sowie des Christentums,
des Judentums und des Islams für Europa wird breiter Raum
gewidmet. Weiters wird die einschneidende Wirkmächtigkeit
der Aufklärung für die Gegenwart und Zukunft Europas
sowie ihre Bedeutung für den Dialog mit dem Islam reflektiert.
Spur IV: Wie Recht wurde
Univ. Prof. Christian Stadler im Gespräch mit Richard
Richter und Regina Polak
Im Gespräch mit dem Rechtswissenschaftler Univ. Prof. Christian
Stadler geht es um die Entwicklung des Rechtsverständnisses
in Europa. Die Grundlegung in der griechischen Philosophie, der
jeweils unterschiedliche Einfluss der Denkansätze von Platon
und Aristoteles werden eingehend besprochen. Weiters kommt die
Bedeutung des Römischen Rechts für Europa zur Sprache,
das seit der expansiven Phase eine zentrale Rolle erhielt und auf
nationalstaatlicher Ebene rezipiert und weiter entwickelt wurde.
Spur V: Friede ohne Vision
Dr. Anneliese Rohrer im Gespräch mit Richard Richter
und Gerald Faschingeder
Im Gespräch mit der Historikerin und Journalistin Dr. Anneliese
Rohrer steht die Europapolitik in der EU im Mittelpunkt. Diskutiert
werden die Frage nach der Notwendigkeit einer europäischen
Verfassung, das Verhältnis von Europapolitik und nationaler
Politik sowie der Einfluss der USA auf die Entwicklung in Europa.
Spur VI: Eine lange Geburt
Dr. Peter Huemer im Gespräch mit Richard Richter
und Regina Polak
Im Gespräch mit Dr. Peter Huemer (Publizist, Journalist und
Historiker) werden zwei historisch entstandene, unterschiedliche
Dimensionen Europas herausgestellt: Ein positiver Strang, der über
die griechische Demokratie in Athen, über die Bergpredigt
zur Aufklärung und der Deklaration der Menschenrechte führt.
Ein zweiter problematischer Strang nimmt von dem Mythos des Minotauros
als gewalttätigem Monster seinen Ausgang, von hier aus durchzieht
eine Kette der Gewalt die europäische Geschichte.
Spur VII: Der umkämpfte Balkan
Christine von Kohl im Gespräch mit Richard Richter
und Regina Polak
Die Balkanexpertin Christine von Kohl möchte die spezifische
Situation auf dem Balkan sichtbar machen. Der Balkan ist kein homogener
Raum. Es gibt intern enorme Spannungsfelder. Von Seiten der EU
fehlt eine wirkliche Beziehung, es werden vorwiegend Wirtschaftsinteressen
verfolgt. Es müsste an einem intensiveren Dialog der Intellektuellen
gearbeitet werden. Für den Dialog der Religionen ist von Bedeutung,
dass sich am Balkan ein europäischer Islam entwickelt hat.
Spur VIII: Die Juden und Europa
Dr. Martha
Keil im Gespräch mit Richard Richter und
Regina Polak
Dr. Martha Keil, die Direktorin des Instituts für Geschichte
der Juden in Österreich, gibt einen spannenden Einblick in das
Leben der Juden in Europa im Laufe der Jahrhunderte und deren kulturellen
Beitrag. Wichtige Beiträge der Juden in Europa waren unter anderem
ihre Gottesfürchtigkeit, die Bedeutung der Bildung, die Stellung
der Frauen, die Mobilität. Auch die tragische Seite der Geschichte
der Juden in einem vom Christentum geprägten Europa ist ein
Thema.
Spur IX: Was bedeutet Moderne?
Hans Schelkshorn im Gespräch mit Richard Richter und
Regina Polak
Den Fragen nach den Ursprüngen und zentralen Begriffen der
Moderne stellt sich Ass.-Prof. DDr. Hans Schelkshorn vom Institut
für christliche Philosophie der Katholisch-Theologischen Fakultät
der Universität Wien, der in seiner Habilitation die geistesgeschichtlichen
Wurzeln der Moderne zum Thema machte. Die Moderne wird an Hand
einiger Schlüsselbegriffe wie Vernunft, Fortschrittsgläubigkeit,
Entgrenzung, Freiheit u. a. beschrieben. Der in der Jetztzeit aufbrechende
Diskurs der Nachhaltigkeit ist ein entscheidender Gegendiskurs
zur bisherigen Gestalt der Moderne.
Spur X: Hört das andere Europa!
Leo Gabriel im Gespräch mit Richard Richter
Studiogast dieser Sendung ist Leo Gabriel, Journalist und Anthropologe,
Direktor des Instituts für internationale Entwicklung und
Zusammenarbeit, Mitbegründer des Weltsozialforums, profunder
Kenner der Situation Lateinamerikas. Trotz der dunklen Schatten
der Vergangenheit Europas sieht Leo Gabriel neue Perspektiven für
diesen Kontinent. Gegenüber der Dominanz des Neoliberalismus
müsste es eine andere Art von Globalisierung geben, in der
die Andersheit des Anderen als Bereicherung gesehen wird und es
zu einer Vernetzung der verschiedenen Kulturen kommt.
Spur XI: “Hier stehe ich …”
Bischof Dr. Michael Bünker im Gespräch mit
Richard Richter
Studiogast von Richard Richter ist in diesem Gespräch der
neue Bischof der evangelischen Kirche Österreichs, Dr. Michael
Bünker. Er betont die für Europa wesentliche christliche
Tradition, ohne die Europa nicht denkbar ist. Wichtig sind aber
auch der jüdische Einfluss sowie die Tradition der säkularen
Aufklärung, der religionskritischen Bewegungen wie auch geistes-
und kulturwissenschaftliche Vermittlungen durch den Islam. Für
die Gegenwart wird die bedenkliche Entwicklung der alles beherrschenden
Rolle des Marktes besprochen, wie die Möglichkeiten einer
Korrektur durch die Kirchen durch glaubwürdiges Handeln und
Bereitschaft zum Dialog in einer vom Pluralismus gekennzeichneten
Gesellschaft.
Spur XII: Weltmacht Europa?
Mag. Christian Ultsch im Gespräch mit Richard Richter
Der Politologe und Leiter des Ressorts Außenpolitik der
Tageszeitung „Die Presse“ erläutert im Gespräch
mit Richard Richter aktuelle Dimensionen der europäischen
Außen- und Sicherheitspolitik. Die Unterzeichnung der Lissaboner
Verträge brachte nur einen symbolischen Fortschritt, da weiterhin
das Prinzip der Einstimmigkeit in außen- und sicherheitspolitischen
Anliegen gelte und es daher schwierig bleibe, einen Konsens zu
finden. Die Erweiterung Europas sieht Ultsch als das erfolgreichste
außenpolitische Instrument. Für die Aufnahme der Türkei
sei derzeit noch keine realistische Variante zu sehen.
Spur XIII: Eine neue Erzählung
Robert Buchschwenter im Gespräch mit Richard Richter
und Regina Polak
Das Gespräch mit dem Medienwissenschaftler und Drehbuchdramaturgen
Robert Buchschwenter geht über die verschiedenen Facetten
der europäischen Erzähltradition. Dabei kommen die prägenden
Einflüsse des antiken und des jüdisch-christlichen Erzählens
zur Sprache. Betont wird die Bedeutung des biblischen Schöpfungsmythos
für die Umwandlung des antiken zyklischen Denkens in linear-teleologisches,
heilsgeschichtliches Denken mit zyklischen Elementen (Jahresfestkreis).
Spur XIV: Solidarität als Projekt
Richard Richter im Gespräch mit Dr. Peter Pawlowsky
Im Gespräch mit Dr. Peter Pawlowsky, der einer breiten Öffentlichkeit
durch seine langjährige Tätigkeit beim ORF bekannt ist,
wurde das Thema Europa in seiner historisch gewachsenen Vielfalt
behandelt. Als wesentliches Modell für die Identität
Europas bezeichnete Pawlowsky eine europäische ordnungspolitische
Leitvorstellung, die auf Solidarität gerichtet ist. Dieses
Modell - und damit die Identität Europas - ist in den letzten
Jahren durch einen Prozess der Entsolidarisierung zunehmend gefährdet.
Spur XV: Europas Entscheidung
Peter Huemer im Gespräch mit Daniel Cohn-Bendit
Beim „Wiener Stadtgespräch“ war Daniel Cohn-Bendit
zu Gast, der seit 1994 Abgeordneter im Europaparlament ist. Im
Gespräch wurden die Zielvorstellungen für Europa erörtert.
Für Europa, ein Europa der Bürger und Bürgerinnen
und der Nationalstaaten, muss ein neues Modell gefunden werden.
Die Verfassung ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Eine leidenschaftliche
Diskussion entwickelt sich bei der Frage nach den Grenzen Europas
und dem Pro und Contra eines Beitritts der Türkei.
Spur XVI: Was ist Gerechtigkeit?
Richard Richter und Regina Polak im Gespräch mit
Univ. Prof. Dr. Christa Schnabl
Christa Schnabl, Vizerektorin der Universität Wien und Professorin
am Institut für Sozialethik der Katholisch-Theologischen Fakultät,
sieht in den Menschenrechten eine zentrale Bestimmung für
Europa. Thema ist auch die Frage, wie Gerechtigkeit im sozialen
Gefüge garantiert und umgesetzt werden kann. Ein wichtiger
Beitrag ist hier in der christlichen Tradition zu sehen, in deren
Verständnis es keine Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit gibt.
Spur XVII: Angst und Schweigen (1938-1945)
Richard Richter im Gespräch mit Hilde Ehrenberger
Hilde Ehrenberger. Erwachsenenbildnerin, Gesprächstherapeutin
und Schriftstellerin, schildert ihre persönlichen Erfahrungen
in den Vorkriegs- und Kriegsjahren. Als Kind erlebte sie die bedrohliche
und beängstigende Stimmung, die sich immer mehr ausbreitete.
Gerade auf dem Hintergrund der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs
ist die Bedeutung des Friedensprojektes Europa nicht hoch genug
einzuschätzen.
SPUR XVIII: Europa und der Nationalismus
Univ. Prof. Andreas Novy im Gespräch mit Richard Richter
Andreas Novy, Ökonom und Sozialwissenschaftler,
Universitätsprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien,
führt auf sehr differenzierte Weise in Fragen bezüglich
des
Verhältnisses eines geeinten Europas und der dabei zu integrierenden
Nationalstaaten ein. Er zeigt historische Entwicklungsprozesse
auf
und behandelt sehr differenziert das Themenfeld Osterweiterung
im Blick auf die Räume West-, Ostmittel- und Osteuropa.
SPUR XIX: Tschechien – der ferne Nachbar
Barbara Coudenhove-Kalergi im Gespräch mit Richard Richter
Barbara Coudenhove-Kalergi, langjährige Journalistin beim
ORF
und mehrere Jahre ORF-Redakteurin in Tschechien ist selbst in Prag
geboren und mit Geschichte und Kultur des Landes bestens vertraut.
Sie zeigt mehrere Schlüsselstellen der historischen Belastungen
im
Verhältnis Österreich – Tschechien auf. Ein Teil
des Gespräches
ist der Zeit nach 1989 und dem Eintritt in die EU gewidmet. Es
wird
ein tieferer Einblick in manche Aspekte Tschechiens eröffnet.
SPUR XX: Der Marktwahn
Christian Felber im Gespräch mit Richard Richter
Christian Felber ist Mitbegründer von Attac-Österreich
und Publizist.
Im Blick auf die gegenwärtigen weltweiten Probleme und Krisen,
zeigt er Hintergründe und Entstehung dieser noch uneinschätzbaren
Situation auf. Themen wie das Verhältnis von Ökonomie
und
Politik, der Markt als staatliches Produkt versus Trennung von
Markt
und Staat im Neoliberalismus, werden aufgerollt. Dann wird die
Politik der EU und deren neoliberale Strategien kritisch beleuchtet.
|