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Das Sozialwort in der Pfarrarbeit - Anregungen
und Ideen
Nachstehend finden Sie Fragen formuliert, die
es in der Pfarre ermöglichen soll, konkret über die Umsetzung
des Sozialwortes im eigenen Bereich nachzudenken. Die Fragen verstehen
sich als Anregungen (nicht als Forderungen) auf Basis der Textes
des Sozialwortes.
0. Sozialwort grundsätzlich
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Ist das Sozialwort in der Gemeinde allen bekannt?
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Versuchen wir in der Pfarre die Forderungen des Sozialwortes
umzusetzen?
- Welche sozialen Initiativen und Arbeiten gibt es bei uns?
1. Bildung
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Welchen Stellenwert hat Bildung bei uns in der Pfarre?
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Haben die MitarbeiterInnen ausreichend Möglichkeit zur
Weiterbildung?
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Wird bei Bildungsveranstaltungen darauf geachtet, auch benachteiligten
oder unterrepräsentierten Gruppen Teilnahmemöglichkeiten
zu eröffnen?
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Werden Bildungsveranstaltungen als Orte des Brückenbauens
genutzt?
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Haben interkulturelles Lernen, Friedenserziehung, Fragen der
sozialen und der Geschlechtergerechtigkeit sowie politische
und wirtschaftliche Alphabetisierung Platz in der pfarrlichen
Bildungsarbeit?
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Werden persönliche und gesellschaftliche Fragen mit der
Erschließung des Glaubens verbunden?
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Können wir es fördern, dass Betriebe im Pfarrgebiet
ausreichend Lehrstellen anbieten?
2. Medien
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Versuchen wir mit den gesellschaftlichen Themen und Anliegen
der Pfarre (Pfarrgruppen) in den lokalen Medien vorzukommen?
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Geben wir lokalen Initiativen und Minderheiten die sonst wenige
Chancen auf eine mediale Öffentlichkeit haben die Möglichkeit,
die pfarrlichen Medien (Zeitung, Internet) zu nutzen?
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Unterstützen wir medienpädagogische Initiativen,
um einen verantwortungsbewussten Umgang der jüngeren Generation
im Umgang mit den Medien weiterzuentwickeln?
3. Lebensverbindungen
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Hat in der Pfarre die Würde der anderen und die Bedeutung
zwischenmenschlicher Beziehungen und des sozialen Zusammenhalts
Vorrang gegenüber individueller Unabhängigkeit und
Eigeninteressen?
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Gibt es in unserer Pfarre Räume, die zu Begegnung und
Gemeinschaft einladen?
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Wird Gewalt und Missbrauch in den eigenen Reihen selbstkritisch
benannt und bekämpft?
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Bemühen wir uns in der Pfarre um die Integration von
Menschen am Rand der Gesellschaft und stellen wir uns an die
Seite von Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen,
von Arbeitslosen und Obdachlosen. Suchtkranken, Gefangenen
und Haftentlassenen?
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Welchen Beitrag leistet die Pfarre zur Integration und einem
friedlichen Zusammenleben in der Gesellschaft?
4. Lebensräume
-
Fördern wir Strukturen, die es ermöglichen, dass
Sozialhilfe in der Gemeinde rasch und unbürokratisch erlangt
werden kann?
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Unterstützen und initiieren wir Prozesse, die Spannungen
abbauen, die durch das Aufeinandertreffen von traditionell
geprägter Lebensweise mit den Forderungen und Bedürfnissen
der neu ins Pfarrgebiet Hinzugezogenen entstehen?
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Schlagen wir als Pfarrgemeinde Brücken zwischen Alt und
Neu, zwischen Jung und Alt und darüber hinaus zu Minderheiten
oder Zuwanderfamilien?
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Nehmen wir die Menschen in ihren sozialen Problemen und Nöten
ernst, begleiten wir sie und bieten wir Orte des Gesprächs
und der Versöhnung an?
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Beteiligen wir uns als Pfarrgemeinde aktiv an lokalen und
regionalen Initiativen zur Gestaltung und Entwicklung des ländlichen
Lebensraumes?
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Fordern wir von Konsumenten und Konsumentinnen in unserem
Pfarrgebiet die Bereitschaft, für die Qualität von
Lebensmitteln und Produkten aus dem ländlichen Raum gerechte
Preise zu bezahlen?
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Unterstützen wir besonders die Bedürfnisse jener
Menschen, die mit dem schnellen Rhythmus der Stadt nicht zurechtkommen?
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Können wir junge Menschen (besonders jene der zweiten
Generation) unterstützen eine passenden Arbeitsplatz und
die erforderlichen Ausbildungsmöglichkeiten zu bekommen?
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Können wir Frauen aus Immigrationsgruppen einen Weg aus
Isolation und Ausgrenzung zu ermöglichen?
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Setzen wir uns dafür ein, dass es ausreichend Sozialeinrichtungen
gibt, sowie ein gutes Wohnungsangebot, Nahversorger für
Lebensmittel, Kinderbetreuungseinrichtungen, Erreichbarkeit
von Schulen und medizinische Versorgung?
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Unterstützen wir es, dass lokale Entscheidungen über
die Gestaltung von öffentlichen Räumen mit entsprechender
Beteiligung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger
geplant werden?
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Entwickeln wir in der Pfarrgemeinde phantasievolle pastorale
Ansätze und gehen wir auf die Menschen zu? Ist unsere
Verkündigung in der Stadt experimentell sein und eröffnet
sie Spielräume für kirchliches Leben?
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Eröffnen wir Räume der Stille und Sammlung, der
Geborgenheit und der Begegnung mit Gott? Stehen dafür
die Kirchen offen?
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Beteiligen wir uns als Pfarre an Projekten der Stadtteilarbeit?
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Setzen wir Schritte zur Überwindung von Hass, zu Verständigung
und Versöhnung zwischen einzelnen Menschen und Gruppen,
aber auch über Ländergrenzen hinweg (Pfarrpartnerschaften)?
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Fördern wir bei unseren Gemeindemitgliedern Begegnung
und kulturellen Austausch und empfehlen wir das Erlernen von
Sprachen unserer Nachbarländer?
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Treten wir aktiv in unserem Pfarrgebiet gegen Rassismus und
gegen jede Diskriminierung von Minderheiten ein?
5. Arbeit – Wirtschaft –Soziale Sicherheit
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Gibt es in der Pfarre (inkl. Kindergärten etc.) menschengerechte
Arbeitsbedingungen, Einkommensgerechtigkeit und Mitbestimmung
der Beschäftigten?
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Gibt es eine Unterstützung für Tauschkreise, Fahrgemeinschaften
und ähnliche Formen nicht-monetärer Unterstützung
auf der Basis von Gegenseitigkeit, auch durch Bereitstellung
von Räumen und organisatorischer Hilfestellung?
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Nimmt die Pfarre ihre wirtschaftliche Verantwortung in den
lokalen und regionalen Wirtschaftskreisläufen wahr und
orientiert sie sich in ihrer Einkaufs- und Beschäftigungspolitik
an lokalen und regionalen Gegebenheiten?
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Verwendet die Pfarre fair gehandelte und ökologische
Produkte und fördert sie deren Verbreitung?
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Verbindet die Pfarre den Verkauf von eigenen oder Dritte-Welt-Produkten
mit Informations-Angeboten, etwa über fairen Handel oder ökologische
Landwirtschaft?
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Fördern wir es, dass sich Christen und Christinnen im
Pfarrgebiet verantwortliches Wirtschaften in ihrem eigenen
Lebensbereich umsetzen und in ihren Geld- und Vermögensanlagen
auf ethisches Investment achten?
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Wendet sich die Pfarre in der „vorrangigen Option für
die Armen“ diesen ihre besondere Aufmerksamkeit
zu. Im Sinne der Anwaltschaft engagieren sie sich zugunsten
der Benachteiligten - und gemeinsam mit ihnen.
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Können wir junge Menschen zu freiwilligen sozialen Diensten
ermutigen?
6. Frieden in Gerechtigkeit
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Fördern wir in unserem Tun eine umfassende Spiritualität
des Friedens und der Gewaltfreiheit?
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Ist die Pfarre ein Lernort der Demokratie und konstruktiver
Konfliktkultur, um eine breite gesellschaftspolitische Diskussion
von Friedensfragen zu ermöglichen?
7. Gerechtigkeit weltweit
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Unterstützen wir im Rahmen von Partnerschaften mit Gemeinden
in Dritte-Welt-Ländern konkrete Projekte der Entwicklungs-
und Missionsarbeit?
8. Zukunftsfähigkeit – Verantwortung in der Schöpfung
-
Ist für uns Nachhaltigkeit ein durchgängiges Prinzip
bei der Arbeit in der Pfarre?
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Beachten wir folgende entschiedene Maßnahmen wie: höhere
Energieeffizienz, den Umstieg zu erneuerbaren Energien, teilweisen
Konsumverzicht, fairen Handel, Marktpreise, die entsprechend
dem Verursacherprinzip auch die ökologischen Kosten widerspiegeln,…?
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Fördern wir eine einfacheren Lebensstil und eine Änderung
des Konsumverhaltens, die zu einer gerechteren Verteilung der
Ressourcen dieser Erde beitragen können?
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Wecken wir durch Bewusstseinsbildung und gesellschaftliches
Engagement in der Öffentlichkeit die Bereitschaft, die
Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Gesellschaft ökologisch
und damit zukunftsfähig zu verändern?
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Pflegen wir eine Spiritualität der Schöpfung und
verankern wir sie in Gebeten und Liturgien?
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Ist das Thema Schöpfungsverantwortung fester Bestandteil
in unsere Pfarrarbeit?
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Wenden wir uns an gesellschaftlichen Gruppierungen und Medien,
in der öffentlichen Diskussion legitime kurzfristige
Einzelinteressen nicht gegen zukunftsorientierte Konzepte auszuspielen?
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Wissen wir, ob sich lokale Unternehmen durch klare Umwelt-,
Sozial-, und Menschenrechtskriterien zu einem verantwortungsvollen
Verhalten zu verpflichten?
9. Zukunftsfähigkeit – Verantwortung in der Schöpfung
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Verstehen wir die im Sozialwort angesprochenen Probleme als
eine Herausforderung für unsere Arbeit als ChristInnen?
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Stellen wir die Grundfragen des Lebens. Was dient dem Menschen,
dem Leben, der Schöpfung? Was ist das Ziel von Arbeit
und Wirtschaft?
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Tragen wir mit dem Anliegen des Sozialwortes auch aus der
Pfarre zu den anderen Menschen hinaus?
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