Katholische Aktion erfreut über Ablehnung der Sonntagsöffnung in Wien

Die Präsidentin der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien, Christa Buzzi, zeigt sich sehr erfreut über die Ablehnung der Sonntagsöffnung durch eine Mehrheit der von der Wiener Wirtschaftskammer befragten Einzelhandelsunternehmen. „Besonders beeindruckend ist die Zahl von knapp 90 % der Wiener/innen und rund zwei Drittel der internationalen Tourist/innen, die mit den geltenden Ladenöffnungszeiten in Wien zufrieden sind“, so Buzzi.

Dass darüber hinaus rund 70 % der Wiener/innen ein arbeitsfreier Sonntag wichtig ist, zeige ein unerwartete aber umso beeindruckendere Stimmung, denn die mediale Berichterstattung lässt hier oft das Gegenteil erwarten. „Hier lässt sich eine breite Mehrheit der WienerInnen und Wiener aller Altersgruppen trotz intensiver Stimmungsmache Gottseidank noch immer nicht einreden, dass der arbeitsfreie Sonntag keinen Wert mehr habe“, sagt die KA-Präsidentin.

Ebenso erfreulich ist für Christa Buzzi die Tatsache, dass erwartete negative Auswirkungen auf das Familienleben eine wichtige Argumentation der Betroffenen sind. Dies lässt auch darauf schließen, dass die in der medialen Diskussion immer wieder in den Vordergrund gerückten Werte von permanenter Flexibilität und maximaler (Einkaufs-)Freiheit des Einzelnen nicht den Wünschen einer breiten Mehrheit entsprechen.

Die KA-Präsidentin kündigt auch an, dass die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien im Frühsommer eine Kampagne für den arbeitsfreien Sonntag starten werde. „Die Diskussion ist noch lange nicht vom Tisch“, sagt Christa Buzzi, „und es ist wichtig Argumente für den arbeitsfreien Sonntag offensiv zu propagieren, um dem weiter andauernden Drängen mancher Gruppen und Medien in Richtung der Sonntagsöffnung etwas entgegen zu setzen."