Montag 20. November 2017
Gesellschaft

Das Umweltbüro der Erzdiözese Wien

Die neue Enzyklika gibt Anlass, nach Pfarren oder kirchlichen Einrichtungen mit besonderem Umweltengagement Ausschau zu halten

"Die Menschheit ist aufgerufen, sich der Notwendigkeit bewusst zu werden, Änderungen im Leben, in der Produktion und im Konsum vorzunehmen, um diese Erwärmung oder zumindest die menschlichen Ursachen, die sie hervorrufen und verschärfen, zu bekämpfen." (23)

 

Zitat aus: ENZYKLIKA LAUDATO SI’ VON PAPST FRANZISKUS ÜBER DIE SORGE FÜR DAS GEMEINSAME HAUS

 

Streifzug durch die Diözese

 

Umweltmanagementsystem EMAS:

Das Umweltmanagementsystem EMAS (Eco Management und Audit Sheme) ist ein EU weites Umweltmanagementsystem und kann als höchstes Umweltverbesserungssystem bezeichnet werden. Das Umweltprogramm und die Kennzahlen des Unternehmens, der Pfarre werden extern überprüft. Von den rund 250 EMAS Betrieben in Österreich sind rund 10% kirchliche Einrichtungen aus ganz Österreich, 2% aus der Erzdiözese Wien. Neben den Schulverbänden St. Ursula und Sta. Christiana (beide 1230 Wien) ist auch das Bildungshaus der Diözese in Großrußbach EMAS zertifiziert. Zu den bereits zertifizierten Pfarren Lainz und Cyrill und Method, folgen in kürze 5 weitere „Pfarren“: Stockerau und Absdorf aus dem Vikariat Nord, Franz von Sales und Erlöserkirche aus Wien sowie Lanzenkrichen aus dem Vikariat Süd.

 

Umweltpreis:

Der gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und der Diözese St. Pölten vergebene Umweltpreis hat auch schon viele engagierte Preisträger hervorgebracht, hier einige Beispiele: Auf Sonnenenergie setzen z.B. die Preisträger Pfarre Schwadorf und Pfarre Maria Enzersdorf, Pfarrfeste ohne Einweggeschirr sind eine Selbstverständlichkeit in den Pfarren Obersdorf, Großriedental und Lanzenkirchen. Einen Energieaktionstag gemeinsam mit der Gemeinde und der Modellregion Wagram veranstaltete die Pfarre Absdorf.

 

Jugend am Hof:

Der Biobauernhof der Familie Trenker in der Buckligen Welt ist ein weiterer Hotspot kirchlicher Verantwortung für die Schöpfung. Ernst Trenker ist auch Jugendleiter in der Erzdiözese Wien und ermöglicht  jedes Jahr vielen jungen Menschen einen neuen Zug zu unserer Schöpfung.

 

Autofasten:
Von den rund 16 000 österreichweit registrierten Autofaster/innen kommen rund 25% aus der Erzdiözese Wien. Viele Pfarren unterstützen diese und ähnliche bewusstseinsbildende Aktionen, wie z.B. die Aktion „Wir radln in die Kirche“

 

 „Es tut sich vieles in der Diözese“, freut sich Markus Gerhartinger, Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien, wenn gleich auch er einschränkend feststellen muss, dass es noch viel zu tun gibt! Durch die neue Enzyklika erhofft sich Gerhartinger ein größeres Bewusstsein in noch mehr Pfarren:  „Papst Franziskus hat es in der Enzyklika klar und deutlich ausgedrückt, dass die Sorge um unsere Welt, nicht Hobby einiger weniger ist, sondern wie es sinngemäß ausdrückt, eine Pflicht für jeden Christen ist,“ so Gerhartinger abschließend!

Pfarren, die bei diesem ihrem Engagement für die Schöpfung Unterstützung brauchen, können sich gerne an das Umweltbüro wenden. Anbei auch als PDF die aktuelle Broschüre des Umweltbüros, die versucht die Facetten kirchlicher Umweltarbeit aufzuzeigen!  

 

Informationsbroschüre des Umweltbüros

Katholischen Aktion
Erzdiözese Wien

Stephansplatz 6/5
1010 Wien

Tel. +43 1 51552-3312
Fax: 01/ 51552-3143
katholische.aktion@edw.or.at
Darstellung:
http://www.ka-wien.at/