Montag 20. November 2017
Gesellschaft

WB Scharl – „den eigenen Lebensstil überdenken und entspannen“

„Aktion Autofasten“ bietet „menschen-, schöpfungs- und gottesfreundliche Lebensqualität“

In der Fastenzeit bietet die „Aktion Autofasten“ „die Chance, den eigenen Lebensstil zu überdenken und zu entspannen“, sagte der Wiener Weihbischof Franz Scharl bei der Pressekonferenz zum 10 Jahre Jubiläum der “Aktion Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ am 16. Februar 2015 im Raum der Stille am neu eröffneten Wiener Hauptbahnhof auf Einladung des Umweltbüros der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien und des Verkehrsverbund Ost-Region (VOR).

 

V.l.n.r.: Markus Gerhartinger, Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien, VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll, VOR-Geschäftsführer Thomas Bohrn, Weihbischof Franz Scharl, die Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche Wien AB, Andrea Kampelmühler, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Sektionschef Günter Liebel vom Umweltministerium.

 

„Eine neue Lebensqualität …“

Es brauche eine neue, umweltverträglichere Lebensweise, gab Bischof Scharl vor den zahlreichen Kameras und Mikrophonen von ORF „Wien Heute“, W 24, Radio Arabella, Radio Stephansdom und anderen zu bedenken.  In den  40 Tagen der Fastenzeit bereiten sich die Christen nicht nur auf das Leiden, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi vor. „Alle Brüder und Schwestern sind eingeladen, über den eigenen Lebensstil nachzudenken, vor Ostern und nach Ostern. Ein menschenfreundlicher, ein schöpfungsfreundlicher und ein gottesfreundlicher Lebensstil bietet eine neue Lebensqualität und glaubwürdig gegenüber Gott zu leben“, führte Scharl aus.

 

 „Ich besitze kein Auto und habe auch nie eines besessen. Ich benutze das, was da, was vorhanden ist. So versuche ich von meiner Seite einzusparen“. Auch eine „Portion Bequemlichkeit“ sei dabei, wenn er öffentlich und nicht mit dem Auto fahre, berichtete der Weihbischof freimütig vor den Mikrophonen. Er habe mehrere Unfälle erlebt, selbst auch mit 10 Jahren einen Fahrradunfall gehabt, die „mich geprägt haben“, so Scharl. Daher empfehle er, wenn es Alternativen zum Auto gibt, „gut darüber nachzudenken“, ob das eine Möglichkeit sei, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.

 

Die „Aktion Autofasten“ biete ihm eine Möglichkeit, „Bodenhaftung zu bekommen, das interessiert mich auch immer“, so Scharl. „In der Zeit wo ich unterwegs bin, kann ich was machen. Da gibt es auch immer unerwartete Begegnungen. Ich kann dabei lesen, schlafen oder auch beten; Das ist eine Art der Entspannung“, bekräftigte der Weihbischof. Das sei stressfreier und „die Menschen können dadurch kontaktfreudiger werden. Auf das Auto zu verzichten ist in der Stadt, in Wien, möglich, am Land aber nicht überall“. Daher sei er für „das ausprobieren, “, so Scharl.  

 

„Es braucht ein Stück Mut dazu, soll der Schöpfung gut tun“

Zur Frage eines Reporters, mit dem Fasten sei oft die Annahme verbunden, dass sei streng und man müsse auf viel verzichten, meinte Scharl: Es gehe nicht darum ob das weh tue; es könne, müsse aber nicht weh tun. „Die Frage ist: Was ist sinnvoll? Brauch ich das wirklich? Es braucht ein Stück Mut dazu. Ich muss sehen, was passt für mich. Es soll der Schöpfung gut tun“. Er gewinne damit Zeit zur Stille, zum Lesen und Beten, schloss Scharl.

 

Und die Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche AB  in Wien, Andrea Kampelmühler, ergänzte in Vertretung von Superintendent Hansjörg Lein:  „Austofasten ist eine sehr gute Aktion, wo man klar machen kann, dass jeder Einzelne was ausrichten kann. Die Aktion ist sehr gut für die Welt. Ich freu mich, dass es das schon seit 10 Jahren gibt; ich selbst bin das fünfte Jahr dabei“.

 

Aktuell haben sich bereits rund 15.700 Personen für die „Aktion Autofasten“ www.autofasten.at angemeldet, gab Markus Gerhartinger, der Umweltbeauftragte der Erzdiözese Wien, bei der Auftaktpressekonferenz bekannt. Im zehnten Jahr der Aktion hoffe man zudem, insgesamt auf zehn Millionen eingesparte Autokilometer zu kommen, die durch Bahn, Bus, das Fahrrad oder zu Fuß ersetzt werden.

                                                                                                             

Franz Vock

 

Siehe auch  http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/67933.html

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