Freitag 24. November 2017
Berichte

Weihbischof Turnovszky: „Wir brauchen Seelsorge für die Menschen von heute“

Viele Anstösse und Initiativen durch 70-Jahre Katholische Frauenbewegung in Großweikersdorf

„Wir befinden uns in einem Entwicklungsprozess, entwickeln uns mit den Menschen. Es geht nicht um Pfarre neu oder Pfarrverband;  Es geht um Seelsorge neu. Wir brauchen eine Seelsorge für die Menschen von heute“, sagte Weihbischof Bischofsvikar Stephan Turnovszky bei der 70 Jahre Feier der Katholischen Frauenbewegung (kfb) des Dekanats Großweikersdorf  zu den rund 150 mitfeiernden Frauen und Männern aus nah und fern am 29. Mai  im Gasthaus Maurer in Großweikersdorf.

 

Weltumspannend – Weltumgreifend – alltagstauglich

„Unsere Gesellschaft ist immer mehr polarisiert. Da ist es besonders wichtig nach den Schätzen in den Herzen derer Ausschau zu halten, die anders sind. Jesus liebt alle Menschen“, sagte Weihbischof Turnovszky. „Kardinal Schönborn hat uns drei Punkte vorgegeben. Mission heißt, Kirche geht zu den Menschen; Das ist Kirche in die Breite. Jüngerschaft ist Kirche in die Tiefe. Und damit wir das anbieten können, braucht es eine Strukturreform“, so Turnovszky. „Es geht um wachsen zu den Menschen hin und in die Tiefe aus der Haltung der Barmherzigkeit. Barmherzigkeit heißt, ich lass Dein Heil mir was kosten; Ich lasse mich Dein Wohl etwas kosten, obwohl ich nicht daran Schuld bin“, schloss Turnovszky.

 

Reichlich Würdigung und Zuspruch erfuhr die kfb bei der 70 Jahre Feier auch von Dechant Pater Edmund Tanzer, den Pfarrern des Dekanats und von Martina Greiner-Lebenbauer aus dem diözesanen Führungsteam, die die kfb als °weltumspannend, weltumgreifend, alltagstauglich, eine Möglichkeit, meinen Glauben zu leben“ bezeichnete. Sie gedachte der Gründungsfrauen Hermine Böckl und Maria Kirchhofer und zitierte im Blick auf aktuelle politische Stellungnahmen der Kfb Kardinal Schönborn, der zum 60Jahr-Jubiläum in der Festschrift schrieb: "Die Kirche verdankt der Frauenbewegung viele Anstöße und Initiativen, die unseren Blick für Ungerechtigkeiten und notwendige Veränderungen geschärft haben."

 

Den Glauben und das Leben in der Pfarre und darüber hinaus mitgestalten

Kfb-Dekanatsleiterin Helga Hecke wies darauf hin: „Bei den regelmäßigen Veranstaltungen der kfb wird die Verbindung innerhalb der Pfarrgruppen und der einzelnen Frauen untereinander deutlich. Der kfb ist vor allem wichtig, den Glauben in seinen unterschiedlichen Ausprägungsformen und das Leben in der Pfarre und darüber hinaus mitzugestalten, aber genauso diverse Angebote für die Frauen anzubieten. Die geistliche Assistentin Sr. Magdalena Eichinger sagte: „Festtage sind Danktage“ und dankte allen  für ihr Engagement.

 

Nach der Marienandacht in der voll besetzten Kirche zeigte die kfb vieles, was sie ausmacht: In einer Präsentation stellten sich die Pfarrgruppen von A wie Absdorf bis Z wie Ziersdorf vor. Ebenso wurden Veranstaltungen im Jahreskreis, Bildungsangebote wie beispielsweise die jährliche "Frau aus der Bibel", die Wallfahrten und historische Dokumente gezeigt. Die Besucherinnen konnten sich zur Aktion Familienfasttag, zum Weltgebetstag der Frauen, über die neuesten Angebote des kfb-Büros, der Katholischen Aktion (KA) oder des Katholischen Bildungswerks (KBW) informieren, EZA-Waren aus dem Gemixtwarenhandel Großriedenthal sowie vom Bücherturm Absdorf erwerben oder durch die Heilige Pforte der Barmherzigkeit gehen.

 

Dekanatsleiterin Hecke freute sich, unter den Gästen auch Rosi Gmeiner vom kfb-Büro in Wien, Gerti Täubler vom Arbeitskreis  Entwicklungszusammenarbeit, KA-Präsidenten Walter Rijs, KA-Referenten Franz Vock, KBW Direktor Georg Radlmair, KBW Weinviertl Regionalbetreuer Erwin Mayer, KMB-Vikariatsobmann Johann Schachenhuber und viele weitere Funktionärinnen und Mitgliedern der kfb und kmb begrüßen zu können. Nach dem recht lebhaften Festakt, der musikalisch vom Quartett "PosaunenAufZug" umrahmt wurde, blieben die Gäste noch lange im Saal des Gasthauses Maurer beisammen.

 

Helga Hecke, Franz Vock

 

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