Montag 20. November 2017
Berichte

„Gemeinsam am Weg sein …“ – Sponsoring heute

Ideen sind wichtig, sagt Schelhammer/Schattera Manager Bergauer

„Gemeinsam am Weg zu sein in wirtschaftlichen Themen bringt Zusammenhalt und Gemeinschaft. Initiative ist immer wichtig. Wenn wir unsere Möglichkeiten nicht bespielen, dann wird die Zukunft viel kälter werden. Es braucht eine Idee, Marktforschung, ein Abklären, wem nützt es, und die Umsetzung“, sagte Dir. Günter Berghammer von Bankhaus Schelhammer und Schattera bei seinem Vortrag über „Sponsoring heute“ bei dem Lehrgang „Strukturreform – Wir machen mit" der AMG-Akademie (Actio Missionis Gaudio, eine KMB-Gründung, siehe www.amg-akademie.at) am 13. März 2015 im Stift Heiligenkreuz vor VertreterInnen aus verschiedenen Regionen des Industrieviertels.

 

„Das Miteinander fördern“

„Veränderungen in Pfarren und Dekanaten fordern früher oder später auch dazu, sich mit wirtschaftlichen Fragen zu befassen. Die eigenständige Entwicklung von Strategien, zum Beispiel im Bereich des Sponsorings, macht Gemeinschaften nicht nur unabhängiger, sondern stärken diese“, betonte Bergauer. Um Vorhaben umsetzen zu können, sei es von Vorteil, sich mit grundlegenden Fragen auseinanderzusetzen. „Wie sehen Verantwortungen aus, wer entscheidet, woher kommen finanzielle Mittel, wie sehen die Ressourcen insgesamt und wie die eigenen aus! Dieses Wissen um einige Grundlagen und die bessere Kenntnis der Zusammenhänge führt zu einem besseren Verständnis und zum Abbau von Vorurteilen“, unterstrich Bergauer

 

Um den eigenen Standpunkt besser vertreten zu können, sei daher „das Wissen, worum geht es, eine Basis und ein Startvorteil, besonders dann, wenn es darum geht, um Hilfe für ein allgemeines Anliegen in der Pfarre zu bitten. Den Eigentums- und Verantwortungsbegriff in seinen theologischen und philosophischen Grundlagen zu kennen, wie etwa in ´Rerum Novarum´, wo Thomas von Aquin, zitiert wird oder auch in ´Gaudium et Spes´ zeigen auf, dass wir als Teil einer Gemeinschaft, z.B. einer Pfarrgemeinde, Verantwortung für das uns allen anvertrauten Hab und Gut tragen“, sagte Bergauer.

 

Für jede Initiative seien „die Ziele und die Funktion klar zu definieren“, erläuterte Bergauer. Sowohl bei Spenden wie auch beim Sponsoring seien die Geber „zu motivieren“. Dazu sei es wichtig sich „gedanklich immer in die Position der Anspruchsgruppe zu versetzen“. Spende ist „eine freiwillige unentgeltliche Leistung in Form von Geld,  Zeit, Leistung oder einer Sache, eine Form etwas gut zu heißen“. Am meisten werde für Kinder gespendet, für Tiere am zweitmeisten. Beim Sponsoring hingegen handle es sich um eine wirtschaftliche Aufgabe, da es um eine längere Bindung gehe. Auch bei der Übernahme von Partner- und Patenschaften sei das „Miteinander fördern“ wichtig, so Bergauer.

 

„Vertrauen schaffen führt zum Ziel“

Klar müsse sein, mit jeder Aktion werde die Öffentlichkeit erreicht, Emotionen werden benötigt. “Ich muss eine Geschichte erzählen können, Vertrauen aufbauen. Es geht um Glaubwürdigkeit“, erläuterte Bergauer. „Projekte benötigen ein klares Profil, einen durchgängigen Wortlaut, Transparenz und Authentizität. Konkrete Instrumente und Umgangsweisen stellen hier eine zentrale Aufgabe dar“, so Bergauer. Der Umgang mit jenen, die ohnehin immer da und bereit zum Helfen sind, oder mit jenen, die man gerne einbinden möchte, wurde ebenso besprochen, wie konkrete Instrumente, die Anwendung finden könnten. Zu klären sei auch, welche Motive liegen vor, sowohl beim Nehmer als auch beim Geber, die „zusammenkommen, miteinander teilen“ müssten. „Das eigene Profil ist zu schärfen, die Schlüssigkeit des Projektes dazulegen und jedes Vorhaben und sei es auch noch so klein, sollte schriftlich dokumentiert werden“, so Bergauer.

 

In drei Arbeitsgruppen wurden an Hand von drei Projekten, einer Paramenten-Renovierung, einen Schaukasten „erschnorren“ und einem Pfarrblatt die konkreten notwendigen Schritte dafür erarbeitet. Zur Frage: Wer soll denn das alles machen, sagte Bergauer: „Mehr Mut zum Engagement in Zeit, Sache oder Geld bringt rasch die Motivation und den Beitrag zur Gemeinschaft, die dadurch eine enorme Stärkung erfährt. Ruft uns nicht unser gemeinsamer christlicher Glaube gerade dazu auf, miteinander zu gehen und am Weg zu sein und dabei auch dem Menschen z.B. dem sozial schwächeren oder der gemeinsame Sache z.B. unserer Pfarrkirche zu helfen? Lösungen im Alltag zu finden, ist oft gar nicht so schwierig, wie es am Beginn oft scheint. Das Schaffen von gegenseitigem Vertrauen führt uns zum erhofften Ergebnis und Ziel“, schloss Bergauer.

Franz Vock

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