Montag 20. November 2017
Berichte

Romero-Seligsprechung: Männerbewegung würdigt "großen Zeugen"

KMB feiert bevorstehende Seligsprechung des ehemaligen Erzbischofs von San Salvador bei der 35. Verleihung des "Romero-Preises" im November in Wien mit großem Festakt

Als einen der "ganz großen christlichen Zeugen für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit" hat die Katholische Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) Erzbischof Oscar Romero gewürdigt. Romero war vor 35 Jahren - am 24. März 1980 - während eines Gottesdienstes in San Salvador erschossen worden. Am 23. Mai soll er nun in San Salvador selig gesprochen werden. In Wien wird mit einem Fest am 20. November das Engagement Romeros für die Schwachen und Unterdrückten in der Gesellschaft gewürdigt, kündigte KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer in einer Aussendung an.

 

Bereits im November 1980 - nur Monate nach dem Tod des Erzbischofs - hatte die entwicklungspolitische Aktion der KMBÖ, "Sei so frei", den ersten "Romero-Preis" verliehen. Mit dieser Auszeichnung werden seither jährlich Menschen geehrt, die sich für soziale Gerechtigkeit und Entwicklung einsetzen. Wimmer dazu: "Der Geist Erzbischof Romeros lebt in den gewürdigten Personen weiter, die sich in den Ländern Lateinamerikas und Afrikas mit nachhaltigen Projekten für die Verbesserung der Lebensbedingungen sozial benachteiligter Menschen einsetzen."

 

Ein eindrucksvolles Zeugnis werden die zahlreichen ehemaligen Preisträger geben, die im November zur 35. Verleihung des "Romero-Preises" erwartet werden. Eingeladen sind dazu u.a. Bischof Erwin Kräutler (Romero-Preis 1988) und der in Ecuador tätige Wiener Priester Helmut Nagorzianksy (Romero-Preis 2013). Ihr Kommen zugesagt haben bereits der kolumbianische Claretinerpater Gabriel Mejía (Romero-Preis 2008), die brasilianische Projektpartnerin Janira de Souza (Romero-Preis 1992) und die tansanische Landwirtschaftsexpertin Saria Amillen Anderson (Romero-Preis 2010).

 

Der damalige Erzbischof von San Salvador, der aufgrund seines Einsatzes für Gerechtigkeit in Lateinamerika als Sinnbild des Kampfes gegen Unterdrückung gilt, war am 24. März 1980 während eines Gottesdienstes in einer Krankenhauskapelle von San Salvador erschossen worden. Auftraggeber des Mords waren vermutlich Militärs, doch wurden die Hintergründe der Tat nie genau aufgeklärt.

 

Anfang Februar hatte Papst Franziskus Romero als Märtyrer anerkannt und damit den Weg für eine Seligsprechung freigemacht, die nun am 23. Mai in der Stadt San Salvador stattfinden wird. Hier war das Verfahren für Romero bereits 1990 eröffnet und später im Vatikan fortgesetzt worden - mit mehrfachen Verzögerungen, weil Romero Beteiligten des Verfahrens als Repräsentant der Befreiungstheologie verdächtig erschien. Der Prozess war durch Benedikt XVI. im Dezember 2012 wieder in Gang gesetzt worden und hatte durch Papst Franziskus kurz nach seiner Wahl im März 2013 neuen Anschub erhalten.

 

KAP

 

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