Mittwoch 22. November 2017
Berichte

Katholische Aktion ist an „weltoffener Spiritualität erkennbar“

Freiraum für Muße, um Neues zu entwickeln – Christliche Gemeinschaftserfahrung prägt

Die Katholische Aktion ist „an der weltoffenen Spiritualität erkennbar“, nannte Peter Ebner, ein Mitarbeiter der KMB Salzburg, als christliche Gemeinschaftserfahrung von prägender Bedeutung bei einem Podiumsgespräch an der Pastoraltagung in Salzburg am 8. Jänner 2015.

 



„Freiraum, Muße zu haben, Neues zu entwickeln“
KA Engagierte sind „auf Gottsuche, gehen in einen Diskurs nach innen und nach außen, können viel entwickeln“, betonte der KMB Mitarbeiter. Er verwies dabei auf die Sternsinger-Aktion, das Fastensuppenessen, die Nikolaus Aktion/Sei So Frei oder auch die Jägerstätter Wallfahrt, mit der dem Kriegsdienstverweigerer gedacht wird. Ebner wies darauf hin, in der KA Salzburg gebe es einen „Freiraum, Muße zu haben, Neues zu entwickeln“.

Die Katholische Aktion sammle in Österreich mit ihren Gliederungen jährlich „über 20 Millionen Euro an Spenden“, das würde dann fehlen, antwortete Ebner dem Moderator des Podiums, Hans Rapp. Vielen KA Mitarbeitern ist Zivilcourage ganz wichtig, wie z. B. Jägerstätter. Für Ihn sei „Christus auf gleicher Ebene, ein Freund“, betonte Ebner und zeigte den 300 Pastoraltagungs-Teilnehmerinnen eine Ikone.

Es gebe in der Katholischen Aktion ein „frohes Engagement, eine gewisse Überalterung“ und ihm sei es wichtig, „ganz nahe am Menschen zu sein“, so Ebner. Er selbst verstehe sich als „modern, am Übergang zur Postmoderne“. Im anschließenden Gespräch ergänzte ein Publikumsvertreter, früher gab es auch „Aktivistenrunden, diese kleinen Gruppen sind in vielen KA-Gliederungen leider zusammengebrochen“.

Weiters berichteten der Grazer Künstlerpriester Hermann Glettler als Angehöriger der Gemeinschaft Emanuel, die Initiatorin der Gemeinschaft Sant' Egidio in Deutschland, Ursula Kalb, die Wiener Ordensfrau Brigitte Thalhammer von den Salvatorianerinnen und Elisabeth Wiesmüller von der Innsbrucker Basisgemeinde Micha  über die prägende Bedeutung von christlichen Gemeinschaftserfahrungen bei dem Podiumsgespräch.

Kirche in Medien: "Der Krenn fehlt"
Ein "Lebensbeispiel" aus dem Bereich Medien gab die ORF-Redakteurin und Theologin Eva Maria Kaiser-Hoppe, die Kriterien der Kirchenberichterstattung in säkularen Medien darlegte und Statistiken über gesendete Beiträge seit der Gründung der ORF-Sendung "Report" vor 20 Jahren am 9. Jänner an der Pastoraltagung referierte. Weniger als drei Prozent aller Sendungsbeiträge handelten von Religion, meist von Aufregerthemen in der Katholischen Kirche. Zuletzt habe die Frequenz abgenommen, ein Kollege sagte Kaiser dazu - wie sie erzählte: "Der Krenn fehlt uns halt, es tut sich nichts mehr in der Kirche."

Die kirchlich engagierte ORF-Journalistin zitierte Papst Franziskus, der Priester mit Flugzeugen verglich - über beide werde nur berichtet, wenn sie "abstürzen". Wenn ihr manchmal vorgeworfen werde, Kirche komme nur als Skandalthema, könne sie nun auf die vorweihnachtliche Strafpredigt des Papstes vor der Kurie verweisen, sagte Kaiser: So ungeschminkt, wie Franziskus dort Missstände und Fehlhaltungen beschrieben habe, befinde sie sich in ihrer Medienarbeit "in bester Gesellschaft".

Franz Vock, KAP

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