Sonntag 19. November 2017
Arbeitswelt

Kirche und Arbeitswelt im Industrieviertel: 40 Jahre Betriebsbesuche!

KAB, KMB und Bischofsvikar Stadler besuchten das Buntmetallwerk Enzesfeld-Caro.

„Eine Stunde war für den Betriebsbesuch veranschlagt, über zwei Stunden sind es geworden. Das Zugehen der Kirche auf den Betrieb wurde sehr positiv empfunden“, berichtete Richard Wagner vom Präsidium der Katholischen Aktion (KA) über den Betriebsbesuch im Buntmetallwerk Enzesfeld-Caro, der – von der KAB organisiert – für die KA-Delegation mit Bischofsvikar Rupert Stadler am 13. Mai 2015 spannende Einblicke in die Welt der Metallverarbeitung lieferte.  

 

 

"Es herrscht ein guter Kontakt zur Kirche“

„Der Betrieb ist wirtschaftlich von großer Bedeutung für die Region. Er hat eine interessante Geschichte und Entwicklung. Sie haben Weltpatente, erzeugen Fertigprodukte, machen einen sehr gesunden Eindruck. Es gibt ein sehr positives Gesprächsklima“, erzählte KMB Vikariatsobmann Richard Wagner. „Die Mitarbeiter sind trotz der schweren Arbeit, die sie verrichten, zufrieden; Ein hoher Identifikationsgrad mit dem Betrieb ist gegeben. Es herrscht ein guter Kontakt zur Kirche. Der Betriebsbesuch wurde sehr positiv aufgenommen – auch von der Betriebsleitung. Der Betrieb ist sehr sozial, sehr friedlich, innovativ, hat 90 Prozent Exportanteil“, ist Wagner angetan.

 

Heinz Schneidler, als Pfarrgemeinderat in der Pfarre Sollenau für Schöpfungsverantwortung aktiv, konnte viel aus seiner jahrelangen beruflichen Erfahrung in der Buntmetallfabrik erzählen und führte, zusammen mit Daniel Orth, sehr fachkundig durch den Betrieb. Die vielfältigen Erzeugnisse für die Automobilindustrie etwa für Ferrari, oder für den Vatikan etwa Messing-Handläufe und edle Bodenleisten, finden weltweit Absatz, berichtete Schneidler. Dem entsrechende „spannend und sehr gut aufbereitet“ erlebte der Felixdorfer KMB-Dekanatsobmann Paul Rubey den Betriebsbesuch. „Aus den Resten könnten Künstler noch Faszinierendes und Traumhaftes herstellen“, meinte er. Unter den ehrenamtlichen Mitarbeitern waren auch Karl Watz und Erich Schauer von der KAB.

 

BV Stadler: „Die Verbindung von Kirche und Arbeitswelt ist mir ein großes Anliegen“

Genau vor 40 Jahren hat hier Bischofsvikar Florian Kuntner die Reihe seiner Betriebsbesuche begonnen. 40 Jahre danach besuchte Bischofsvikar Rupert Stadler mit der KAB & KMB Delegation bei seinem bereits siebenten Betriebsbesuch im Industrieviertel wieder das im Dekanat Pottenstein gelegene Buntmetallwerk und sagte: "Als Bischofsvikar des Vikariates Unter dem Wienerwald bin ich regelmäßig auf Betriebsbesuchen in unserem ´Industrieviertel´ unterwegs. Es ist mir ein großes Anliegen, die Verbindung von Kirche und Arbeitswelt nicht aus den Augen zu verlieren. Seit über 120 Jahren reagiert ja die Kirche in vielen sehr eindrucksvollen Sozialdokumenten auf die enorme Bedeutung der Arbeit, der Wirtschaft und ihren steten Zusammenhang mit den sozialen Fragen der Menschen. Es gilt, immer neu Fragen der Solidarität, des Gemeinwohls und der Würde der arbeitenden Menschen in einem lebendigen Prozess in Einklang zu bringen und nicht selten müssen dabei die wesentlichen Grundrechte auch verteidigt oder zumindest in Erinnerung gerufen werden." 

 

„Die Buntmetall Amstetten GmbH, so der offizielle Name des Unternehmens, kann auf eine über 100 Jahre alte Firmentradition zurückblicken. Im Werk in Enzesfeld befinden sich die Legierungsgießerei, sowie die Fertigung für Massivkäfige, Gleitelemente und AUSTROROLL (eine wartungsfreie Rollvorrichtung für Eisenbahnweichen). Das Unternehmen bildet Lehrlinge aus und arbeitet Umwelt- und Ressourcenorientiert“, fasste. Diözesansekretärin Barbara Holzer von der Katholischen ArbeitnehmerInnen-Bewegung (KAB) über das Werk und den Besuch zusammen.

 

Weitere  Informationen und Fotos siehe

http://www.erzdioezese-wien.at/pages/inst/23144773/article/42860.html

http://www.buntmetall.at/internet/de/firmeninfo/geschichte/geschichteenzesfeldcaro.jsp

 

Franz Vock, Elisabeth Fürst (mit Fotos)


 

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