Pressebeobachter für nachdenkende Zeitgenoss/innen
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AUSGABE 01 / 2018


 

EDITORIAL

 

Werte Interessierte,

Auch dieses Jahr wird seinen Lauf nehmen - so wie alle bisherigen. Und es wird uns mit Erwartbarem und Unerwartetem, Willkommenem und Unwillkommenen konfrontieren. Manches davon wird Entscheidungen von uns verlangen. Dazu wünsche ich Ihnen alles Gute. 

 

Richard Richter

TRUMP  -  WATCH

 

Der Preis des Irrsinns

Das zweite Jahr seiner Amtszeit wird allem menschlichen und politischen Ermessen nach zum entscheidenden für US-Präsident Donald Trump - aber noch mehr für die Zukunft seiner Republikanischen Partei und damit der USA. [WZ]

 

Sechs Millionen Dollar für Flugreisen

US-Präsident Donald Trump, der gerade einen zehntägigen Weihnachtsurlaub in seinem Luxusresort Mar-a-Lago in Florida verbracht hat, hat rund ein Drittel seiner bisherigen Amtszeit Urlaub gemacht - und dabei meistens Golf gespielt. Das ärgert die US-amerikanischen Presse, denn der Staat musste bisher rund sechs Millionen US-Dollar (fünf Mio. Euro) für Trumps Privatflüge ausgeben. [ORF]

 

Weltweit Bomben

US-Präsident Donald Trump jagt weltweit Islamisten. Dem bettelarmen Bürgerkriegsland Somalia brachte das 2017 zum Beispiel fast drei Dutzend Drohnenattacken ein. Und das war wohl erst der Anfang. [Spiegel]


Ein Käfig voller Narren

Ist das Sensationsbuch "Fire and Fury" über Donald Trump wirklich so böse? Dem Leser offenbart sich ein tragischer Präsident - und ein völlig überforderter Mitarbeiterstab. [Spiegel]

 


POLITIK UND GESELLSCHAFT DES „WESTENS“

 

»Es profitieren die Besserverdienenden«

Österreichs Regierungsprogramm folgt neoliberalen Leitlinien. Gespräch mit Stephan Schulmeister [Junge Welt]


Koalitionspakt: Schulmeister sieht verhöhnte christliche Werte, Schellhorn Verrat an den Jungen

Das Regierungsprogramm stößt auf Kritik von linker wie liberaler Seite. Sozialstaatsverfechter Stephan Schulmeister und Marktapologet Franz Schellhorn zerpflücken die türkis-blauen Pläne – und schenken auch einander nichts. [Standard]


Wir müssen reden

Von Politikern substanzielle Informationen zu erhalten, wird für Journalisten immer schwieriger [WZ]


Globaler Datenzugriff: US-Gericht entscheidet über unsere Privatsphäre

US-Ermittler wollen auf Daten aus aller Welt zugreifen - und hoffen nun auf grünes Licht vom Supreme Court. EU, Uno, Wirtschaftsverbände und sogar US-Politiker warnen vor düsteren Folgen. [Spiegel]


„Der Euro ist so, wie er heute ist, nicht haltbar“

In einem neuen Buch liefert Janis Varoufakis einen schonungslosen Einblick ins europäische Establishment. Kein noch so peinliches Detail lässt er aus. Nur einer kommt seltsamerweise ungeschoren davon. [Welt]


"Intellektuelle Erschöpfung des Westens"

Der angesehene Ökonom und "FT"-Kolumnist Martin Wolf über Plutokraten und rechtspopulistische Täuschungsmanöver. „Ich würde sagen, wir stehen am Anfang eines ernsten politischen Verfallsprozesses.“ [WZ]


 

AUS DEM SÜDEN UND OSTEN

 

Chinas Social Credit System: Volle Kontrolle

Wer seine Rechnungen zahlt, kriegt Bonuspunkte. Wer über die Regierung lästert, hat beim Onlinedating keine Chance mehr: China will seine Bürger künftig per sozialem Bewertungssystem überwachen - lückenlos. [Spiegel]


China zeigt Australien seine Muskeln

Peking ist erzürnt über einige außenpolitische Positionen der australischen Regierung. Das könnte wirtschaftliche Folgen haben. [WZ]


Die Verwandlung der Utopie in Waffentechnologie

China strebt nach der Weltherrschaft im Bereich künstliche Intelligenz. Damit beginnt ein technologischer und moralischer Rüstungswettlauf. [NZZ]


Sieben Ursachen für die Unruhen in Iran

Für die Unzufriedenheit der Demonstranten in Iran gibt es zahlreiche Gründe. Das Land leidet unter Korruption, Terror und einer hohen Jugendarbeitslosigkeit. Das politische System, in dem der Klerus das letzte Wort hat, lässt kaum tiefgreifende Reformen zu. [SZ]


Operation „Beschleunigte Entfernung“

Israel will das umstrittene Flüchtlingslager Holot schließen – aber nicht aus Mitgefühl mit den Insassen. Sondern um noch härter gegen sie vorzugehen. Die Afrikaner sollen in Drittstaaten abgeschoben werden, notfalls mit Gewalt. [FAZ]


Wo die Kamele um die Wette rennen, gibt es viel Potenzial

Im sudanesischen Ort Karmakol prägen Tradition und Religion den Alltag. Perspektiven haben die Bewohner nicht viele. Obwohl sie weit weg von der Hauptstadt leben, spüren sie die Auswirkungen der staatlichen Misswirtschaft und der Repression – und der sanften Öffnung des Landes. [NZZ]


Erdogans goldene Machenschaften

US-Prozess enthüllt, wie höchste Politkreise in Ankara illegale Geschäfte mit dem Iran deckten und mitgeschnitten haben. [WZ]

 

 

HORIZONTE UND HINTERGRÜNDE

 

Langsames Wachstum, schneller Ruin

Die Gründer des Club of Rome haben in den 70er Jahren ein Modell geschaffen, mit dem die „Grenzen des Wachstums“, die auf steigenden Ressourcenverbrauch zurückgehen, berechnet worden sind. Ugo Bardi, selbst langjähriges Mitglied des Club of Rome, entwickelt die Thesen des bahnbrechenden Werks weiter und legt mit seinem Buch „Der Seneca-Effekt“ seine neuen Studien zum Thema vor. [ORF]


Reich und Reich vermählt sich gern

Menschen, die heiraten, haben zunehmend einen ähnlichen Bildungsgrad. Die Vermögensschere klafft dadurch noch weiter auseinander. [WZ]


Wie lebt es sich als Sohn von Rudi Dutschke?

Hosea-Che Dutschke ist der Sohn des Studentenführers Rudi Dutschke. Ein Gespräch über eine Kindheit in der Kommune, eine Karriere als Beamter in Dänemark und das Erbe der Achtundsechziger. [FAZ]


Abschied von der Dunklen Materie

Das Universum sollte Unmengen Dunkler Materie enthalten - theoretisch, denn bisher sind alle Nachweisversuche gescheitert. Existiert sie etwa gar nicht? Einige Forscher haben sich mit dieser Idee bereits angefreundet: Die Folgen wären revolutionär. [ORF]


Südafrika: Die Macht der Baracke

Wie kann man billig Wohnraum schaffen? Eine dringliche Frage für die Townships Südafrikas. Der Architekt Hubert Klumpner hat ein Haus für 9000 Euro entwickelt [Standard]


Die Precht-AG

Richard David Precht ist der Popstar unter den deutschen Philosophen. Mit einfachen Weisheiten ist er zum Millionär geworden. [FAZ]


 

MEDIATHEKEN – TIPPS

 

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist auch ein Mittel der Demokratisierung

Die Monopole der Öffentlichen fielen schon in den 1980-er bzw. 1990-er Jahren. Aber nun geht es darum, dass das öffentlich-rechtliche Mediensystem immer stärker unter Legitimationsdruck kommt: wofür verwenden sie die großen Budgets, die die Gebührenzahler/innen aufbringen müssen? Und ist die öffentlich-rechtliche Struktur im Zeitalter der medialen Dauerpräsenz durch das Internet überhaupt noch zeitgerecht?

Über die Frage, was die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Journalismus sein kann und muss, diskutieren bei Renata Schmidtkunz:

Roger de Weck, ehem. Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft, Publizist und Manager / Ingrid Brodnig, Medienjournalistin, Digital Champion Österreichs in der EU, Vorsitzende der Initiative Qualität im Journalismus (IQ) / Barbara Eppensteiner, Senior Community Managerin und ehem. Programmintendantin von Okto, Community-Fernsehen / Alfred Grinschgl, von 2001 - 2016 Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH für den Fachbereich Medien

[Ö1 – bis 11.1.18 verfügbar]

Dieser Pressebeobachter ist ein Service von sozialwortTV ( "Europa und der Stier" / "andererseits" auf okto) für Vielbeschäftigte, die am verknüpfenden Verstehen des Zeitgeschehens interessiert sind. Er macht auf Meldungen aufmerksam, die über die bloße Tagesaktualität hinaus Relevanz haben. Deren Erwähnung bedeutet nicht, daß wir mit ihrem Inhalt übereinstimmen.

 

 

sozialwortTV

Richard Richter (Projektleiter)

richard.richter@chello.at

 

Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien
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