Samstag 18. November 2017

Luitgard Derschmidt

image
26. Jan 2015

I'm impressed! You'v

von Luitgard Derschmidt am 26. Januar 2015, 11:34 Uhr
I'm impressed! You've managed the almost <a href="http://yoldcpp.com">imiesspblo.</a>

Politiker, die es eigentlich verstehen müssten, verwechseln immer noch Gesamtschule mit Ganztagsschule und andere meinen, das Wohl (oder die Bezahlung) von Lehrern und Lehrerinnen sind das Wichtigste im Bildungssystem.


Dabei ist Bildung wesentlich mehr als Schule. Schule ist nur ein Hilfsmittel für verschiedene Dinge, unter anderem auch, um mehr soziale Gerechtigkeit herzustellen und Chancen für alle Kinder zu bieten. Aber gerade das tut unser vielgerühmtes Schulsystem  in Österreich nicht. Die Defizite der Herkunftsfamilie in Bezug auf Bildung werden durch das derzeitige Schulsystem für die Kinder nicht aufgehoben sondern fortgeschrieben und verfestigt. Kinder aus bildungsferneren Schichtenhaben, unabhängig von ihrer Intelligenz  weniger Chancen und müssen sich wesentlich mehr plagen. Und dass ein leben lang. Es wurde und wird noch immer für viele Kinder ein Bildungsweg von der familiären Situation  vorgezeichnet, der keineswegs der Begabung und den Anlagen des Kindes entspricht, sondern einfach nur dem jeweiligen Stand der Eltern.


Ich weiß selbst genau, wovon ich spreche. Aus dem Bildungsbürgertum stammend, von sehr engagierten Eltern unterstützt, die alles dazu taten und dabei selbst auch auf Vieles verzichteten, ihren 10 Kindern (ich wiederhole 10!) so viel wie möglich Bildung und Ausbildung zukommen zu lassen, habe ich auf diesem Gebiet vieles geschenkt bekommen, wovon andere nicht einmal träumen konnten.


Gerade deshalb fühle ich mich als überzeugte Katholikin verpflichtet, für mehr soziale Gerechtigkeit im Bildungssystem einzusetzen. Ganz im Sinne Jesu, der sagt:“was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Matth 25, 40), so gehört meiner Meinung nach in Seinem Sinne dazu, denen, die keine oder zu wenig Bildungschancen haben, Bildung zu ermöglichen.

 

Dazu sind Christen und Christinnen angefragt und nicht darum zu kämpfen, das das was immer schon so war auch immer so bleiben muss, auch wenn es sich um liebgewordene Traditionen und Privilegien handelt. Daher ist die gemeinsame Schule bis 14 oder noch besser 15 Jahre für alle wichtig, weil es vorher auch entwicklungspsychologisch keinen Sinn macht, die Kinder zu teilen. Manche entwickeln sich langsamer, manche schneller, daher muss Lernen  unterschiedlich gestaltet werden, damit alle die Zeit bekommen, die sie brauchen. Das geschieht in einer gemeinsamen Schule durch einen differenzierten Unterricht. Aber alle sollten die Chance haben, bis zu einem Abschluss zu kommen  und das Nötige zu lernen.


Wenn sogar die Industriellenvereinigung, der man wirklich weder linkes Gedankengut noch umstürzlerische Tendenzen nachsagen kann, sehr fundiert und überzeugend darlegt, dass unser Schulsystem grundlegend überdacht und verändert werden muss, so sollten die Parteien diese Diskussion  endlich aus ihrem Parteien hick – hack entlassen  und  Fachleuten übertragen. Auch viele Eltern sind heute weitgehend überfordert durch die vielen verwirrenden  und so manche ideologisch gefärbten Behauptungen.  

comments powered by Disqus
Rupprecht@kathbild.at Luitgard
Derschmidt
Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 31 01 02 03 04 05
06 07 08 09 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 01 02 03
© 2017 | Impressum | Intern
Darstellung:
http://www.ka-wien.at/