Mittwoch 22. November 2017

Walter Rijs

25. Jan 2016

Warum ich Barmherzigkeit für unverzichtbar halte

von Walter Rijs am 25. Januar 2016, 20:30 Uhr

Warum ich Barmherzigkeit für unverzichtbar halte?

Meine Erfahrung als Bewährungshelfer, als solcher versuchte ich Menschen zu helfen, den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden, lehrte mich das.

Barmherzigkeit ist unverzichtbar,
denn auch nach Verbüßung einer gerechte Strafe und dem vollen Wollen der Probanden, bedarf es dem guten Willen und einem bereiten Herzen, diese Menschen wieder anzunehmen, einzuladen und ihnen neues Vertrauen zu schenken. Das bedarf einer Barmherzigkeit die bedeutet, mit Gebet (Gottes Hilfe) Kraft zu haben sich daran zu beteiligen, mutig wie einst Missionare in fremden Kontinenten und unerforschten Ländern. Vielleicht daher der Begriff Mission, aber ich fände es besser, von folgender Botschaft zu sprechen: “Ihr seid alle Gottes geliebte Kinder“! Wir verwenden das Wort Mission nicht (oder nur selten) im Zusammenhang mit Botschaft, Missionare nannten wir nie „Botschafter“ – schade, denn sie waren die Überbringer der frohen Botschaft! Für mich bedeutet „Missio first“ daher, zuerst von der frohen Botschaft erzählen.
Wir brauchen die Menschen, welche wir bereit sind in unsere Gesellschaft aufzunehmen, nicht zu missionieren, vor allem nicht in dem Sinn, sie von unseren Glaubensinhalten zu überzeugen. Oft sind ihnen diese durchaus bekannt, aber sie haben nie erfahren dass wir sie leben?! War es nicht Gandhi der da meinte sofort Christ zu werden, wenn er nur einem Menschen begegnete, der wie Jesus lebt?
Wir sollen nach Jesus Anleitung - seine frohe Botschaft - leben, ja und da ist Barmherzigkeit geradezu Grundbedingung! Es geht um das bedingungslose Ja (Liebe) zum Nächsten, in dem uns Jesus Christus begegnet. Das möchte ich vorleben, diese Botschaft - diese Heilsgeschichte, dass alles HEIL wird - möchte ich überbringen. Als Überbringer dieser frohen Botschaft will ich kein Theologe, Missionar oder besonders Beauftragter einer Religionsgemeinschaft sein müssen! Mein Gegenüber darf ihr/sein Heil auch in ihrer jeweiligen Religion suchen und finden und dennoch von mir geliebt sein – mein bedingungsloses Ja!

Barmherzigkeit bedeutet für mich die Großzügigkeit des Herzens, ich denke Papst Franziskus lebt uns das ganz deutlich vor.

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