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8. Dezember: Auch heuer wieder Aktion „Verschnaufen vom Kaufen“ in der Erzdiözese Wien
Deutsche Entscheidung gebietet der Kommerzialisierung des Sonntags Einhalt
Am 8. Dezember 2009 werden in der Erzdiözese Wien wieder viele Kirchen offen haben und gemäß dem langjährigen Motto „Verschnaufen vom Kaufen“ den Menschen die Möglichkeit geben, in ruhiger Atmosphäre ein wenig der wirklichen Bedeutung des Advents näher zu kommen. Die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien lädt herzlich dazu ein, diese Möglichkeit zu nutzen.
Rembert Schleicher, Präsident der Katholischen Aktion Wien sieht in diesem Zusammenhang in der jüngsten Entscheidung des deutschen Verfassungsgerichtshofes zur Einschränkung Sonntagsöffnung ein erfreuliches Signal: „Das Urteil schiebt dem exzessiven Sonntagsöffnung im Advent einen Riegel vor. Das bedeutet nicht nur für die Menschen insgesamt einen ruhigeren Advent, sondern verringert besonders auch die Belastungen, denen die Mitarbeiter/innen im Einzelhandel und ihre Familien im Advent ausgesetzt sind.“
Auch für den 8. Dezember in Österreich würde sich Präsident Schleicher wieder mehr Bedachtnahme auf Ruhe und Erholung wünschen statt auf eine weitere Kommerzialisierung aller Lebensbereiche: „Wie man sieht, überleben auch Firmen problemlos, die am 8.Dezember geschlossen haben. Es wäre also durchaus sinnvoll, wenn sich weitere Unternehmen diesen Vorreitern anschließen würden. Gerade die Tatsache, dass Werbeangebote speziell auf den 8. 12. ausgerichtet sind, zeigt ja, dass die Menschen gar nicht so ohne weiteres diesen Tag zum Einkaufen nützen, sondern erst mit Sonderangeboten aus dem Haus gelockt werden müssen.“
Im Zusammenhang mit der Frage eines „7-Tage- und 24-Stunden-Lebensstils“ ist der KA-Präsident auch skeptisch gegenüber Plänen für einen 24-Stunden Betrieb der U-Bahnen in Wien am Wochenende: „ Es gibt in Wien ein ausgezeichnetes Nachtbussystem, dass auch einer etwas langsameren Geschwindigkeit der Nacht entspricht. Mit mehr als halb leeren teuren U-Bahnen die Nacht zum Tag machen zu wollen, führt wieder einen Schritt zu einer unnötigen Rastlosigkeit unserer Stadt. Diese Aspekte und Bedürfnisse sollten die Entscheidungsträger und Verantwortlichen in ihre Überlegungen miteinbeziehen.“
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